Danke 20th Century Fox!

Danke dieses wunderbaren Filmverleihs/Verlegers/Konttolfreakkonsortium hatte ich grade den komischsten Kinoabend meines Lebens.

Man denkt das die etwas d├╝rftigeg Reaktion unserer westlichen Demokratien das Problem f├╝r Frieden, Freiheit und Rechte auf dieser Welt ist, aber nein, Copyrights sind die wirklich f├╝hlbaren Gr├╝nde f├╝r Einschr├Ąnkungen in unserem Alltag.

Dazu ein kleines Beispiel:

Soll Situation:

Man verabredet sich mit einem Freund zum Sneaken, geht sich gem├╝tlich eine Stunde vorher die Karte holen, geht noch was essen, setzt sich ins Kino, l├Ąsst sich ├╝berraschen und schaut den Film und l├Ąsst dann gem├╝tlich den Abend ausklingen.

Ist Situation:

Man kommt vom Essen und steht erstmal in einer Schlange die bis aus dem Kino reicht. Warum? Weil die netten leute von 20th Cenutry Fox sich ├╝berlegt haben die Moderne Form einer Razia ins Kino zu verlegen, pr├Ąventiv halt und einen Metalldetektor vor den Eingang des Kinosaals gestellt haben. Dazu noch ein paar nette Leute in Schwarzen anz├╝gen, die eine Leibesvisitation durchf├╝hren. Dazu passend die gro├č aufgestellte Pauschabeschuldigung: “Wir gehen zwar nicht davon aus das sie b├Âse sind, aber sie verstehen doch sicher das wir etwas gegen Videopiraterie machen m├╝ssen” (so oder in etwa Stand es auf dem gro├čen, nat├╝rlich 20th Century Fox gebrandeten Aufsteller, weil man ist ja stolz auf sich). Ferner gilt: keine Handys, MP3 Player, Kameras, etc. (schade nur das die Jungs nicht wussten das das Grindel gar keine Gaderobe hat, was das “vorher abgeben an der Garderobe” f├╝r sie zu etwas mehrarbeit machte. Die vielen rumst├Ąnkernden Leute sowieso. Dann f├Ąngt daher der Film auch noch mit 20 Minuten Versp├Ątung an. Daf├╝r darf man sich dann aber im dunkeln auch noch von den netten Herren, die ihren eigenen Kontrollen nicht glauben, mit Nachtsichger├Ąten betrachten lassen.

Wenn ich es nicht eh nicht gewusst h├Ątte h├Ątte ich mich wirklich gefragt in was f├╝r einem Film ich bin.

Das ich so nen Hals habe ist wohl klar, das erkl├Ąrt auch das posting hier. Welche Marketingabteilung die Idee hatte die zahlenden Kunden wie Kriminelle zu behandeln frage ich mich eh. Das ist fast so schlimm wie in die U.S.A. einreisen (mit Foto und Fingerabdruck, habe ich auch schon gemacht).

Also dieser Filmverleih ist jetzt erstmal unten durch. Schade.

FrOSCon – Day 0,5

3 Monate war er krank – jetzt blogt er wieder, Gott sei Dank. Aber ein so herausragendes Ereignis wie die erste FrOSCon muss ich wohl bloggen. Also ich bin auf einer Konferenz, der ersten Free and Open Source Conference in der FH Bonn Rhein Sieg und die Jungs haben wirklich was geleistet. Und mich zum Orga ehrenhalber (ich hab halt mit Abwesenheit gegl├Ąnzt) ernannt, was jetzt daf├╝r sorgt das ich morgen um kurz vor 7 aufstehen muss.
Das Programm sieht jetzt schon genial aus, es gibt noch viel zu tun aber es hat schon mal den richtigen Flair. Vor allem mit den ganzen (noch leeren) Projektst├Ąnden sieht es aus als ob es ein geniales Event wird. Morgen an dieser Stelle neues, ich versuch mal wieder was mehr zu schreiben.

Die Highlights die ich heute schon mitbekommen habe: Niederl├Ąndischer Ubuntu Kurier um kurz vor 2 Uhr nachts, blaue Fr├Âsche auf den Stra├čen von Sankt Augustin und ein Orga Team was ziemlich durch den Wind ist… aber das wird schon wieder. Mitten in der Nacht in einem Bierpavillion im Innenhof der FH zu stehen hatte auch was f├╝r sich.
Wer mich morgen sehen will: ich bin in Sankt Augustin, Abends ist Social und wir haben wie gesagt einen Bierstand ­čÖé

Boiler gut, alles gut

Hier also die letzten News aus dem Hochwassergebiet in Norden: es war nicht das Rohr sondern der Boiler des netten Menschen ├╝ber mir, der sich ├╝berlegt hat kaputt zu gehen und anstelle von wie es sich geh├Ârt die K├╝che meines Mitbewohners zu ├╝berschwemmen hat sich das Wasser lieber den Weg durch meine Decke gesucht. Schei├č Schwerkraft! Heute war dann ein Klemptner da (der den gr├Â├čeren Teil des Tages mit der Quest “Finde Schl├╝ssel f├╝r Wohnung ├╝ber mir” zugebracht hat, warum mein Vermieter keine Wohnungsschl├╝ssel hat ist mir schleierhaft) der auch relativ schnell den Boiler oben als Corpus Delicti identifiziert hat (abgesehen davon hat er mir einen kleinen Sprint von der Firma nach Hause plus R├╝ckweg beschehrt, da hab ich dann auch endlich festgestellt das sch├Ânes Wetter drau├čen ist). Hatte den Vorteil das er nicht meine Wand oder Decke aufstemmen musste, was ich dann doch als positiv empfunden habe. Was mit meiner bestimmt durchn├Ąssten Decke ist wei├č ich noch nicht, aber ohne K├╝che kann ich notfalls etwas leben.

So, jetzt kann ich auch endlich sp├╝len… und meine Handt├╝cher muss ich waschen, die hab ich allesammt f├╝r das Auffangen des doch etwas gelblichen Wassers benutzt. Daf├╝r kann ich aber morgen wieder duschen.

Dinge die einem den Sonntag versauen

Erstmal ein Such- und Ratebild:

Was ist das? Ein Deckenfluter ;-).

Also, was ist passiert: ich wollte doch nur was zu Essen kochen… dann kamen komische Ger├Ąusche aus der K├╝che, verdampfendes Wasser auf hei├čer Platte.┬á Dummerweise hatte ich das Wasser erst grade angemacht. Also mal nachgeschaut, da kam Wasser aus meiner Dunstabzugshaube. Erstmal dem unwahrscheinlichen Fall nachgegangen das das nicht Kochende Wasser in dem Topf darunter irgendwie hochgespritzt ist und wieder runtertropft. Dann hab ich dummerweise gesehen das das Wasser auch aus meiner Decke kommt, also an den Ecken. Da wurde mir dann schon ein wenig anders. Dann kam der tolle Hollywood Effekt das auch Wasser aus meiner Lampe kam, die noch an war, es zischte aber sie blieb an. Also erstmal Sicherung raus und was macht man dann? Genau, man bekommt Panik. Erstmal Wasser in meiner Wohnung abgestellt, hatte aber leider keinen Effekt. Da kam das Wasser schon in Str├Âmen aus meiner Lampe. Also erstmal was druntergestellt, alles was ich so an Sch├╝sseln und T├Âpfen da hatte. Mehr Wasser, mehr Panik. Also erstmal fragen ob der nette Herr in der Wohnung ├╝ber mir vielleicht Swimmingpool spielt. Der war aber nicht da. Hausmeister anrufen war mein n├Ąchster Gedanke, da ermangelte es mir aber an einer Nummer. N├Ąchstes Problem: das Haus geh├Ârt einer Firma, mein Vermieter ist eine Firma und die sind Sonntags nicht so aktiv. Also bin ich dem Hausmeistergedanke weiter nachgegangen aber musste feststellen das ich ganz alleine im Haus bin. Mist. Also mal im Vorderhaus fragen. Bei der 10ten Wohnung (wo sind alle Leute Sonntags) hab ich endlich mal jemanden gefunden der mir ne Handynummer gegeben hat. Angerufen, Problem geschildert (“Da kommt Wasser aus meiner Decke”) und mir angeh├Ârt das er f├╝r das Geb├Ąude nicht mehr zust├Ąndig ist. Da d├Ąmmerte es mir das ich vielleicht mal sowas wie einen Klemptner Notdienst anrufen sollte. Dummerweise funktioniert mein Gehirn unter diesen Bedingungen nur eingeschr├Ąnkt und mir fiel nat├╝rlich keine Auskunftsnummer ein. Also zur├╝ck zum Plan vorher und meine Vormierterin angerufen. Die erreichte dann mal wenigstens sowas wie meinen Vermieter und dann war die Ansage alles tun damit es aufh├Ârt (als wenn das nicht schon vorher mein Plan gewesen w├Ąre). Also die 11833 angerufen (“Ich brauch nen Klemptnernotdienst in Hamburg”), Nummer bekommen, weiterleiten ging nicht. Also angerufen und mal wieder mit jemanden telefoniert der sich nicht zust├Ąndig f├╝hlte. Aus dem die Nummer des Notdienstes rausgeholt, da angerufen, ging keiner ran. Also da ging es mir schon anders (das ich zwischenzeitlich immer noch Sch├╝ssel geleert habe ist wohl klar, ich wollte ja nicht das meine K├╝che komplett unter Wasser steht). Wieder den Typen der nicht zust├Ąndig war angerufen und der hat dann seinen Kollegen endlich bekommen. Also war schon mal jemand unterwegs. (Das war so gegen 17h, da lief das Wasser schon ├╝ber eine dreiviertelstunde aus meiner Decke). Es kommt hilfe… das beruhigt dann etwas. N├Ąchster Gedanke: Hauptanschluss abstellen. Wenn man nur w├╝sste wo der ist. In den Keller, festgestellt das es da auch aus der Decke tropft (in meinem Bad auch), aber der Hausanschluss weit und breit nicht zu sehen. Weitersuchen. Dann bin ich auf den rettenden Gedanken gekommen in die Metallk├Ąsten unten im Flur zu schauen, das Problem war nur das die mit einem viereckigen Ding verschlossen sind und ich keine Zange besitze. Also irgendwas Werkzeugtechnisches gesucht und unter gr├Â├čten Anstrengungen das Ding aufgebrochen. Und siehe da, ein Hauptanschluss. Zugedreht, Wasser im Waschbecken laufen gelassen, wurde weniger also erfolg. Das war dann schon so gegen 17:30. Bis es aufgeh├Ârt hat aus meiner Decke zu flie├čen war es dann auch 18h. Der Notdienst kam um 18:30 (!) und konnte ja nur noch feststellen das jetzt kein Wasser mehr l├Ąuft. Alles andere morgen. Mein armes Herz. Es topft immer noch aber meine K├╝che ist jetzt wieder einigerma├čen trocken. Was lernen wir daraus? Immer eine Zange haben und immer wissen wo der Hausanschluss ist. Es gibt sowas wie Rohrbr├╝che. Was gegessen hab ich immer noch nicht. Aber jetzt brauch ich erstmal ein Bier. (Das Foto ist ├╝brigens┬á entstanden nachdem ich das Wasser abgestellt hatte, das lief also vorher noch st├Ąrker).

Ein ganz normaler Samstag in Hamburg

Gr├Â├čst├Ądte sind schon unterhaltsam. Also eigentlich war der Abend ja als etwas ruhiger geplant. Ich hatte mich am Freitag Abend mit Kathrina, Christians Besuch, zum Filmgucken verabredet, weil ich sonst keinen hier kenne der mit mir in den vermeindlichen M├Ądchenfilm “Die Geisha” gehen w├╝rde. Aufgrund von Ortsunkundigkeitverpeilung standen wir aber erst an der Kinokasse als unsere Reservierung schon lange verfallen war und es wurde dann “M├╝nchen”. Ein eigentlich sehr guter Film, den man allerdings wohl auch mehrfach schauen muss um die Message wirklich zu bekommen und der eindeutig ein eher verwirrendes, niedergeschlagenes Gef├╝hl hinterl├Ąsst. Nichtsdestotrotz wollten wir nach diesem filmischen Meisterwerk nat├╝rlich noch ein wenig Spass haben und haben uns daher ins Schanzenviertel begeben. Auf der U-Bahn fahrt dorthin kam es dann aber doch zu einer Begegnung der dritten Art. Auf Kathrinas Beschwerde ├╝ber Christians Gesichtshaarzustand tippte es mir pl├Âtzlich auf die Schulter und eine nette junge Dame interessierte sich sehr stark f├╝r unsere Rasiek├╝nste … es ging nur nicht wirklich ums Gesicht. Daraus entstand eine lustige Unterhaltung mit dieser Dame, die allerdings auch irgendwie chemisch ihren Gem├╝tszustand ver├Ąndert hatte. Zumindest war sie Baucht├Ąnzerin, hatte aber den Abend frei und wo sie arbeitet (und wo sie K├Ârperbehaarung hat, bzw. nicht) wei├č ich jetzt auch :-). Irgendwie hatte ich aber trotzdem eher den Drang zum Weglaufen …. :-). Gut das Christian diesen H├Âhepunkt des Abends auch noch bildlich festgehalten hat.

Walk The Line

You’ve got a way to keep me on your side
You give me cause for love that I can’t hide
For you I know I’d even try to turn the tide
Because you’re mine, I walk the line

Also gestern hat sich die Grindelsneak richtig gelohnt, ich war und bin es immer noch absolut begeistert. Der Film w├╝rde es sofort auf die Liste meiner Lieblingsfilme machen, wenn ich nicht der Meinung w├Ąre das ich ihn daf├╝r noch mal sehen muss.

Also, es geht um Johnny Cash. Der Plot ist relativ einfach erkl├Ąrt: Johnny, aus einer eher bescheidenen und nicht so freundlichen Farmerfamilie, geht zur Air Force und schreibt ein paar Lieder. Wieder daheim (er war in Deutschland), heiratet er seine Jugendliebe, sie haben ihr erstes Kind und Johnny arbeitet mit geringem Erfolg als Vertreter. Kurz bevor alles zusammebricht schafft er es mit eben einem solchen Air Force Song einen Studioboss zu ├╝berzeugen und der Aufstieg (bzw. Abstieg) beginnt. Alle ist so wie man es sich vorstellt, es kommen Drogen und Groupies ins Spiel und der Untergang ist unvermeidlich. Durch seine gro├če Liebe, June Carter, gespielt von einer fabelhaften Reese Witherspoon, wird dann am Ende doch alles gut.

So kitschig das hier klingt, es it einfach nur wunderbar, weil eben diese Liebe nicht nur die Rettung ist, sonder auch der Untergang. Diese Liebe ist einfach absolut und stellt sich gegen die gesellschaftlichen Normen, die eigene Frau und vor allen Dingen auch durch ihre Unerf├╝lltheit gegen Johnny selber. Trotzdem ist sie wunderbar und wird auch so dargestellt, wunderbar untermalt von Johnny Cash Songs die auch Textm├Ą├čig immer zur rechten Stelle kommen, nie langweilig werden und einfach passend sind. Man sollte den Film daher wahrscheinlich unbeding im Original sehen.

Das es ein Happy End gibt ist keineswegs klar, weil es ja eine wahre Geschichte ist und auch die Art und Weise der herangehensweise an dieses Happy End ist nicht wirklich schnulzig, sondern macht einfach nur Hoffnung und hinterl├Ą├čt nicht den faden Beigeschmack den man bei ├Ąhnlichen Filmen oft hat, wo man sich fragen kann ob die gerade so frisch Zueinandergefundenen sich nicht doch in drei Monaten wieder trennen.

Dazu kommen wundersch├Âne Bilder, ich muss den Film alleine deswegen noch mal schauen weil ich nicht wei├č wie der Regisseur (James Mangold) es geschafft hat in einer Menge von kreischenden 50er Teenies jemanden so heraus zu stellen das man sieht das sie der Ursprung des S├╝ndenfalls wird. Um es noch mal zu sagen, Reese Witherspoon hat mir besonders gut gefallen, die Rolle passt aber auch sehr gut zu ihr und sie kann ├╝ber die Entwicklung des Filmes zeigen was sie tats├Ąchlich drauf hat. Auch Joaquin Phoenix als John R. Cache Cash ist ein guter Darsteller und sorgt daf├╝r das man den Film f├╝r authentisch h├Ąlt.

Also wenn man einen Film gesehen haben sollte, dann diesen auf jeden Fall. Ich muss jetzt auf jeden Fall mich mal ein wenig mehr mit seiner Musik besch├Ąftigen.

At my door the leaves are falling
A cold wild wind has come
Sweethearts walk by together
And I still miss someone

I go out on a party
And look for a little fun
But I find a darkened corner
because I still miss someone

Oh, no I never got over those blues eyes
I see them every where
I miss those arms that held me
When all the love was there

I wonder if she’s sorry
For leavin’ what we’d begun
There’s someone for me somewhere
And I still miss someone

Hamburg Wiki

Weil ich ja so ein vergesslicher Mensch bin und ganz alleine in der gro├čen Stadt muss ich mir ja irgendwie ├╝berlegen wie ich mir Merke in welchen Kneipen ich schon ├ťberall war. Abgesehen davon ist es auch ganz praktisch wenn man Besuch hat und sich ├╝berlegt was f├╝r Sehensw├╝rdigkeiten, Restaurants und Nachtbesch├Ąftigungen man anbieten kann.

Daher hab ich mir f├╝r Hamburg jetzt ein eigenes kleines Wiki angelegt, wo ich das ganze aufschreiben werde. In ungef├Ąhr 100 Jahren ist das ganze dann ein richtiger Stadtf├╝hrer f├╝r Hamburg, so lange kann man es glaube ich nur als Anregung etc. benutzen.

Das Hamburg Wiki.