Contagion

Contagion FilmplakatContagion ist ein sehr guter Film, vor allem ist er sehr unaufgeregt.
Der SPIEGEL hat schon eine sehr schöne Kritik verfasst, somit kann ich nicht viel hinzufügen. Im großen und ganzen schöne Starbesetzung und vor allem: ruhig. Der Film baut nicht auf diese Outbreak-Artige Konfrontation, wir hier, die bösen da, sondern zeigt einfach was passiert. Und das eher dokumentarisch als nach den großen Effekten zu suchen. Doch dabei macht er echt nachdenklich, wenn er einfach Menschen in der Zeit der Seuche zeigt, wie jeder einzelne reagiert und wie Menschen halt so sind.
Für Lacher sorgt dann doch wenn jemand im Kino hustet. Und vor allem an dem Tag meines eigenen Flu-Shot ist es besonders komisch das zu sehen.
Ich kann den Film also hiermit sehr empfehlen.

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Walk The Line

You’ve got a way to keep me on your side
You give me cause for love that I can’t hide
For you I know I’d even try to turn the tide
Because you’re mine, I walk the line

Also gestern hat sich die Grindelsneak richtig gelohnt, ich war und bin es immer noch absolut begeistert. Der Film würde es sofort auf die Liste meiner Lieblingsfilme machen, wenn ich nicht der Meinung wäre das ich ihn dafür noch mal sehen muss.

Also, es geht um Johnny Cash. Der Plot ist relativ einfach erklärt: Johnny, aus einer eher bescheidenen und nicht so freundlichen Farmerfamilie, geht zur Air Force und schreibt ein paar Lieder. Wieder daheim (er war in Deutschland), heiratet er seine Jugendliebe, sie haben ihr erstes Kind und Johnny arbeitet mit geringem Erfolg als Vertreter. Kurz bevor alles zusammebricht schafft er es mit eben einem solchen Air Force Song einen Studioboss zu überzeugen und der Aufstieg (bzw. Abstieg) beginnt. Alle ist so wie man es sich vorstellt, es kommen Drogen und Groupies ins Spiel und der Untergang ist unvermeidlich. Durch seine große Liebe, June Carter, gespielt von einer fabelhaften Reese Witherspoon, wird dann am Ende doch alles gut.

So kitschig das hier klingt, es it einfach nur wunderbar, weil eben diese Liebe nicht nur die Rettung ist, sonder auch der Untergang. Diese Liebe ist einfach absolut und stellt sich gegen die gesellschaftlichen Normen, die eigene Frau und vor allen Dingen auch durch ihre Unerfülltheit gegen Johnny selber. Trotzdem ist sie wunderbar und wird auch so dargestellt, wunderbar untermalt von Johnny Cash Songs die auch Textmäßig immer zur rechten Stelle kommen, nie langweilig werden und einfach passend sind. Man sollte den Film daher wahrscheinlich unbeding im Original sehen.

Das es ein Happy End gibt ist keineswegs klar, weil es ja eine wahre Geschichte ist und auch die Art und Weise der herangehensweise an dieses Happy End ist nicht wirklich schnulzig, sondern macht einfach nur Hoffnung und hinterläßt nicht den faden Beigeschmack den man bei ähnlichen Filmen oft hat, wo man sich fragen kann ob die gerade so frisch Zueinandergefundenen sich nicht doch in drei Monaten wieder trennen.

Dazu kommen wunderschöne Bilder, ich muss den Film alleine deswegen noch mal schauen weil ich nicht weiß wie der Regisseur (James Mangold) es geschafft hat in einer Menge von kreischenden 50er Teenies jemanden so heraus zu stellen das man sieht das sie der Ursprung des Sündenfalls wird. Um es noch mal zu sagen, Reese Witherspoon hat mir besonders gut gefallen, die Rolle passt aber auch sehr gut zu ihr und sie kann über die Entwicklung des Filmes zeigen was sie tatsächlich drauf hat. Auch Joaquin Phoenix als John R. Cache Cash ist ein guter Darsteller und sorgt dafür das man den Film für authentisch hält.

Also wenn man einen Film gesehen haben sollte, dann diesen auf jeden Fall. Ich muss jetzt auf jeden Fall mich mal ein wenig mehr mit seiner Musik beschäftigen.

At my door the leaves are falling
A cold wild wind has come
Sweethearts walk by together
And I still miss someone

I go out on a party
And look for a little fun
But I find a darkened corner
because I still miss someone

Oh, no I never got over those blues eyes
I see them every where
I miss those arms that held me
When all the love was there

I wonder if she’s sorry
For leavin’ what we’d begun
There’s someone for me somewhere
And I still miss someone

Sneaken in Hamburg

Nach meinem ersten Arbeitstag gestern war ich, obwohl ich eigenltich ziemlich müde war, noch in diesem tollen Kino in Hamburg mit Christian in der englischen Sneak. Das ganze lief etwas anders ab als die doch ziemlich Arbeitnehmerfreundliche Uhrzeit von 20:15 hätte erwarten lassen. Zuerst wurde man mit etwas Kino üblicher Werbung beglückt, danach gab es erst mal eine gute halbe Stunde Pause, woraufhin es nochmal eine bunte zusammenstellung auch nicht mehr so frischer Kinotrailer zu sehen gab. Nach diesem Ereignis gab es noch eine kleine Showeinlage mit Versteigerung alter DVDs und “Chips in die Menge gewerfe”, was mir auch noch nicht so geläufig war. Außerdem wurde der Sieger des Film eratens gekürt, an dem man wohl auf der Homepage teilnehmen kann. Da allerdings nur 2 Teilnehmer von 100 den Film eraten hatten war das ganze schon nicht mehr so vielversprechend.

Zu sehen gab es dann schließlich “The Dark“, ein etwas komischer Horror Schocker, der mit ziemlich geschmacklosen Szenen und den üblichen Schockeffekten versucht gut zu sein, ist es aber nicht. Die Story ist also eher mittelmäßig. Ich muss allerdings zugeben das ich das Ende auch nicht komplett verstanden habe. Aus dem Kino raus war ich dann also trotzdem erst um 23h.
In other News ist es schrecklich kalt in Hamburg und ich werde müdigkeitsbedingt heute mal richtig früh ins Bett gehen.

Before Sunrise

Also wenn es den besten Film gibt den ich in den letzten 12 Monaten gesehen habe, dann ist es wohl dieser! Leider habe ich den Film irgendwie 10 Jahre lang ignoriert, könnte allerdings auch dran liegen das ich 12 war als er rauskam und sowas mich nicht wirklich interessiert hat.

Die Story ist relativ Simpel: Junge (Ethan Hawke) trifft Mädchen (Julie Delpy) im Zug, überredet es mit ihm in Wien auszusteigen und auf seinen Flieger nach USA am nächsten Tag zu warten. Was allerdings in den Knapp 2 Stunden Laufzeit alles wirklich passiert, ist viel spannender. Natürlich ist das ganze eine Liebesgeschichte, aber auch nicht wirklich, da sich beide sicher sind das sie sich nie wieder sehen werden. Eigentlich es der ganze Film eine lange Unterhaltung vor schöner Kulisse, denn wirklich passieren im Action-Sinne tut nichts. Die Frage des Sex wird ganz geschickt offen gelassen und man verlässt diesen Film voll von interessanten Ideen und fern von dem komischen Gefühl, das die übersteigerten Liebesgeschichten auf die man sonst trifft mit sich bringen.
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New Jersey

Garden State

New Jersey ist der “Garden State”, deswegen spielt auch der gleichnamige Film dort. Grundsätzlich ist der Film eine Mischung aus Liebesgeschichte und Twen-Crisis plus Faktoren der Jugendaufarbeitung. Also nicht ganz einfach und mehr oder minder muss ich sagen das der Film mich einfach nur verwirrt hat.
Die Liebesgeschichte ist ganz niedlich, soll auch Message mitbringen die bei mir nicht angekommen ist. Dafür spielt Natalie Portman mit, die schon ziemlich süß ist. Geschrieben, die Hauptrolle gespielt und gleichzeitig Regie geführt hat Zach Braff, der Hauptdarsteller von Scrubs.
Alles in allem hat der Film aber Kult potential, vor allem die mehr auf Situationskomik ausgelegte erste hälfte ist zum schreien und macht Spass. Sehenswert ist er allemale.

Fische sind Freunde…

Shark Tale Poster

Don’t take it personal, I lied to everybody

Wieder Unterwasser, diesmal aber ohne Clownfische, dafür mit Haien. Die Story ist relativ simpel, großer Hai Don (gesprochen von Robert De Niro mit italienischem Akzent, sehr geil) hat zwei Söhne, einen guten, einen schlechten (aus Hai sicht gesprochen) denn er ist Vegetarier. Dummerweise kommt der designierte Nachfolger um, daher bleibt nur noch der etwas tolpatschige Lenny. Außerdem war Oscar (gesprochen von Will Smith, der stark einen auf Gangsta macht) zufällig in der Nähe, der fortan behauptet er wäre ein “Shark Slayer”. Das ganze funktioniert natürlich nicht endlos. Zwischendrin gibt es natürlich noch die obligatorische Geschicht mit Oscar zwischen zwei Frauen, gesprochen von Renée Zellweger und Angelina Jolie, die auch in ihren typischen Rollen bleiben und das ganze Aufstieg/Fall/wahre Freunde gedusel.

Steckt voller toller Ideen, die Nemo so nicht bietet (Oscar arbeitet in einer Waschstrasse für Wale und Quallen sehen eh wie “Rastas” aus). Sehr viele lacher, also alles in allem ein sehr empfelenswertes “Animates Feature”.