ApacheCon EU 2012 Day 3

Mit dem dritten bzw. eigentich vierten Tag neigte sich dann auch die Konferenz dem Ende zu, was man unter anderem auch daran merkt das ich nicht mehr so viel mitgeschrieben habe. Reichte dann aber auch.

The CouchDB Implementation (Jan Lehnardt)
Wie der Name schon sagt ein wenig CouchDB internals. War sehr interessant, so richtig lÀsst sich das hier aber auch nicht wiedergeben.

Solr-based search & tagging services at ZEIT Online GmbH – where metadata come from (Christoph Goller)
Ein wenig ĂŒber Analysers und was in der realen Welt wirklich funktioniert.

Apache Camel – Advanced Techniques (Hadrian Zbarcea)
Gut, man sollte eventuell nicht in den “Advanced Techniques” Vortrag gehen wenn man das Produkt nicht kennt, war aber auch ganz, Ă€h, interessant.

Apollo and future of ActiveMQ (Dejan Bosanac)
Die JMS Implementierungen sind erwachsen geworden. Und sprechen jetzt bessere (plaintext) Protokolle: STOMP http://stomp.github.com/.
LevelDB ist ein Key Value Store von Google das ich noch nicht kannte.

World of Logging (Christian Grobmeier)
Logging ist ein gelöstes Problem, ne? Es gibt sehr viele Frameworks und Meta Frameworks, Commons Logging ist etwas tot, daher ist slf4j aktuell die beste Lösung. Aber log4j2 ist unterwegs und bringt viele schöne neue Features.

Danach gab es noch kurze Sessions zu allen möglichen Themen und noch den Shutdown, noch mehr GesprĂ€che und dann war es auch schon Abend und Zeit fĂŒr noch ein gemeinsames Bier und dann schlafen. Heute geht es dann auf den weiten Weg zurĂŒck nach HH mit kleinem Abstecher ĂŒber Bonn.

Mein Fazit ist durchwegs positiv, die Themen waren alle sehr interessant, viel dabei was man sich mal anschauen muss bzw. sollte. Auch die Infos ĂŒber die Apache Software Foundation selbst waren ganz interessant, mit war nicht bewusst wie professionell das da alles ablĂ€uft. Wenn es nicht eh schon tausend andere Konferenzen gĂ€be dich ich auch alle gerne mal besuchen wĂŒrde dann wĂŒrde ich auf jeden Fall jederzeit wieder auf eine ApacheCon fahren.

ApacheCon EU 2012 Day 2

Konferenzen sind ja auch etwas anstrengend. Man muss frĂŒh raus, obwohl man am Abend vorher lange unterwegs war, man hat die ganze Zeit stimulierendes Input um sich herum und man weiß das man Abends schon wieder lange unterwegs sein wird. Und vor allen Dingen lernt man stĂ€ndig neue Menschen kennen. Ich bin also immer noch begeistert von der ApacheCon, hier die Notizen zu heute:

Real-time Big Data in Practice with Cassandra (Michaël FiguiÚre)
Ja, Cassandra halt. Mir ist der Usecase auch immer noch nicht klar, es sei denn du bist Twitter, dann ists schön. Das wesentliche was sich in der letzten Zeit getan hat ist das man jetzt SQL, pardon, CQL mit dem Ding sprechen kann.

What are we working on? (Steve Rowe)
Ja, Lucene halt. :). Auch nichts was ich gestern nicht schon gehört habe, noch etwa sin depth. Ich glaube ich habe gerade einen Lucene Overkill.

Domain-driven apps with Apache Isis (Mohammad Nour)
“Apache Isis is for GUI as Hibernate is for persistence”. RAD Framework mit dem man Apps generieren kann. Sieht lustig aus, kann man bestimmt benutzen wenn man den passenden Use-Case hat.

The Apache Way (Ross Gardler)
Q: “If people off the sub projects dictate what the board is doing, what is the board doing”? A: “Usually we’re drinking whiskey”.
Ross Gardler ist ein großartiger Redner, der Talk hat sehr viel Spass gemacht. Wenn man sich noch nie damit auseinandergesetzt hat wie die ASF funktioniert dann ist er auch voller Infos, jetzt weiß ich wenigstens was ein PMC ist. Auch war mit nicht so bewusst das es Apache Labs gibt. Eine gute Quote zur Arbeitsweise der ASF ist auch: “We never pay for code”.

Ferner hat er folgendes Video empfohlen:
https://www.youtube.com/watch?v=Q52kFL8zVoM

OSGi for mere mortals (Bertrand Delacretaz)
OSGi kann man also auch fĂŒr Webapps verwenden, das war schon sehr lustig. Wenn man den Case hat dann hat man auf diese Art und weise ein sehr entkoppeltes System von dem man Einzelteile austauschen kann. Apache Felix ist hier dann wohl der way to go.

Managing project risk when using open source (Ross Gardler)
Da ich jetzt Fan von Ross geworden bin habe ich mal CouchDB Features liegen gelassen und mir angehört was er sonst noch so zu erzĂ€hlen hat. War aber auch eher ein politscher Talk ĂŒber die möglichen Risiken wenn man FOSS einsetzt, die kennen wir ja nun alle.

Mongo, its all the Rave (Matt Franklin)
Web & Social Mashup Engine. Im großen und ganzen haben sie das auf Mongo umgestellt und danach war es viel schneller (vorher lief es gegen MySQL). Bis auf lustige Requests die plötzlich ewig dauern. Wo das herkommt hat er aber keine Ahnung gehabt. Zumindest weiß ich jetzt was Rave ist.

HBase Status Quo (Lars George)
Kleiner Blick in das Hadoop/HDFS und hauptĂ€chlich HBase Universum. Damit wĂŒrde ich auch mal gerne spielen, ich habe nur die Daten nicht ;).

Danach gab es dann noch Commiter treffen (warum die Apachen immer so mit Commitern beschÀftigt sind versteht man wenn man die Struktur der ASF kennt). Da hab ich mich dann mal angeschlossen, die Struts Leute kennengelernt, die Log4j2 Leute kennengelernt und gutes Essen gehabt, das ich tatsÀchlich diesmal selber bezahlt habe.

Nebenher habe ich heute ein wenig mit ZooKeeper gespielt, das ist wirklich auf einem sehr tiefen Level aber trotzdem sehr schön. So Sachen wie verteilte Locks und Queues kann man zwar damit bauen, sie gehören aber nicht in den API und werden als “Recipes” mitgeliefert. Aber man kann damit bestimmt ein schönes verteiltes System bauen mit dem man Keys in Values transformieren kann und diese dann noch synchronisiert verteilen kann. Mir fĂ€llt da ein usecase mit ungefĂ€hr 10 Nodes ein. Mal sehen ob ich meine Demo dafĂŒr noch an den Start bringe.

ApacheCon EU 2012 Day 1

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Mein Tag bestand hauptsĂ€chlich aus zwei Tracks, dem Java EE/Webapps Track und dem Lucene/Solr Track, die Gott sei Dank auch am weitesten rĂ€umlich auseinanderlagen, so dass ich immer hin und herlaufen musste. Dabei ist mir aufgefallen das die ApacheCon gegenĂŒber den meisten Konferenzen die ich so kenne doch ein sehr diverses Publikum hat, man hat den Eindruck die Leute kommen aus aller Herren LĂ€nder, nicht nur aus Europa. Das Vortragsprogramm war vollgepackt und es gab in jedem Slot einen Vortrag den ich sehen wollte. So viele Konflikte hatte ich heute nicht, beim letzten Slot hat es mir etwas leid getan das ich Lucene 4 dem Tomcat 8 vorziehen musste.
Auf jeden Fall war der Tag sehr sehr lehrreich, die Talks waren meistens sehr gut und auch voller Wissen das ich noch nicht hatte.
Hier also meine Notizen zu den VortrÀgen:

CDI at Apache – Open WebBeans and DeltaSpike Deep Dive (Mark Struberg)

OpenWebBeans
CDI ist anscheinend ein Buzword das ich noch nicht kannte (DI = Dependency Injection,
C = Context, wobei das sowas wie ein Scope ist im DI Sinne, also so etwas wie ein RequestScope, SessionScope, ApplicationScope etc.). DafĂŒr gibt es einen JSR mit der Nummer 299, der quas das was was Spring macht als Standard beschreibt. Der Vorteil ist dabei sit wohl das CDI bzw. JSR 299 in der Form von OpenWB 3x schneller ist als Spring da es viel zur Boottime macht.

DeltaSpike
All in all Framework fĂŒr alle Layer (Application Stack) in Form von JSR 299 Plugins.
Im Großen und Ganzen schmeißt man Applikationsweite Events durch die Gegend (Benutzer hat sich angemeldet) die man mit Annotationen binden kann. Dazu kommen noch alle möglichen Custom Annotationes die man bauen kann, klingt so als wenn man am Ende direkte Method Calls einfach durch eine Menge an Annotationen ersetzt und dann funktioniert das alles schon. Macht irgendwie Code Browsen anders. WĂŒrde ich trotzdem mal gerne in einem kleinen Projekt testen.

Query Parsing – Tips and Tricks (Erik Hatcher)
HauptsĂ€chlich Überblick ĂŒber die unterschiedlichen Query Parser, da hat sich schon einiges getan seitdem ich den Hund gebaut habe, aber das war ja auch 1.0.
GeoFeatures sind jetzt Build-In und eigentlich ist das was ich aus dem Talk mitgenommen habe das alles schon irgendwie geht. War auch von der Tiefe her sehr gut, wenn man Lucene nicht vom API her kennt war man schon etwas verloren.

Apache TomEE, Java EE 6 Web Profile on Tomcat (David Blevins)
TomEE ist der Java EE 6 Web Profile (ca. 12 anstelle von den vollen ca. 24 Specs fĂŒr Full Profile, da sind noch so tolle Technologien wie CORBA enthalten) Stack aus dem Hause Apache. Im Großen und Ganzen wohl erstmal schneller und besser als die alten bloated Implementierungen (JBoss, Glassfish).
Konkret technologisch bedeutet TomEE: Tomcat + CDI – Apache OpenWebBeans, EJB – Apache OpenEJB, JPA – Apache OpenJPA, JSF – Apache MyFaces, JSP – Apache Tomcat, JSTL – Apache Tomcat, JTA – Apache Geronimo Transaction, Servlet – Apache Tomcat, Javamail – Apache Geronimo JavaMail, Bean Validation – Apache BVal
Wie gesagt, klingt ganz gut, sollte man mal als Stack ausprobieren. NatĂŒrlich mit einer sinnvollen Frontend Technologie wie Wicket. Wobei das taugt bestimmt auch sehr gut wenn man mal eben $Webservice oder $RestService an den Start bringen möchte ohne viele zusĂ€tzliche Libs zu suchen.

Und Arquillian habe ich heute mehrfach gehört, das ist ein Integration Test Framework fĂŒr JavaEE, aber das kann man bestimmt auch fĂŒr Custom Stacks benutzen. Wobei Integration hier heißt das es tatsĂ€chlich die App in einem TomEE deployt und man alle Konfiguration in dem Arquillian Code macht. Fancy, sieht in der der Demo sehr cool aus, mĂŒsste man mal mit Real World Apps ausprobieren.

Am Rande aufgeschnappt:
YourKit – Profiler

Solr 4, the NoSQL database (Yonik Seeley)
Guter Talk von dem Typ der Solr gebaut hat. Die grundsĂ€tzliche Idee ist das man alles was man ĂŒber Solr weiß vergessen soll und ihn eher als ein NoSQL-Store sehen soll mit dem man auch ganz gut suchen kann.
Allgemein viele neue Features in Solr 4 mit denen man bestimmt ganz tolle Suchen bauen kann. Z.B. Functions beim Suchen und beim ausliefern der Felder mit denen man die Werte in den Feldern noch modifizieren kann. Außerdem sieht die Admin Console nicht mehr so aus als wenn ich sie designt hĂ€tte und hat auch mehr Infos.
Stark empfohlen hat er auch folgenden Blog Artikel:
http://blog.cloudera.com/blog/2010/04/cap-confusion-problems-with-partition-tolerance/

Am Rande aufgeschnappt: ZooKeeper scheint auch mal eine gute Lösung zu sein wo jGroups nicht (mehr) ausreicht. Solr 4 benutzt das auch zum Clustering.

ElasticSearch in Production: lessons learned (Anne Veling)
ElasticSearch ist sowas wie Solr, also Lucene basierter Search Server mit REST API, JSON in, JSON out. Plus Distributed, sind wir das nicht alle.
Leute da draußen bauen krassen Kram: http://udini.proquest.com/ (Scala, Unfilitered, MongoDB, Solr und ElasticSearch auf Amazon EC2). Scheint aber gut zu laufen.

Als neues Buzzword fand ich auch “nodb” ganz schön, das ist dann quasi die Steigerung von NoSQL.

ElasticSearch ist also ein wenig der coole kleine Bruder von Solr.
http://de.slideshare.net/AnneVeling/elasticsearch-in-production-lessons-learned

Wicket – where do we go from here? (Sven Meier)
Nicht so viel neues wenn man Wicket schon mal benutzt hat, MetaDataKey kannte ich noch nicht, ist m. E. aber auch gefÀhrlich, in die Session zu schreiben ist ja irgendwie heute nicht mehr so cool (https://github.com/svenmeier/apachecon-wicket/blob/master/src/main/java/eu/apachecon/customer/ui/model/CustomerSessionModel.java)
Ansonsten war das ein etwas komischer Titel fĂŒr einen Talk der eigentlich eine Intro zu Wicket sein wollte.
Mitgenommen habe ich das ich mir mal Tepstry 5 ansehen möchte und
Vaadin auch (https://vaadin.com/home),

Content extraction with Apache Tika (Jukka Zitting)
Tika ist “erwachsen”, Version 1.2, kann man gut benutzen wenn man einen Use Case dafĂŒr hat. Kann eigentlich alle Dateiformate die es gibt ;).

Lucene 4 Performance Tuning (Simon Willnauer)
Hat schweren Herzens gegen das “Tomcat 8 preview” von Mark Thomas gewonnen, aber bevor ich einen Tomcat 8 ĂŒberhaupt benutzen kann wird noch einiges Wasser die Elbe herunterfließen.
Blazingly Fast Indexing, tausend neue Features und vor allem haben sie ausnahmsweise mal den API geĂ€ndert, komplett. Aber wie immer, alle neuen Features und perfomance Optimierungen klingen großartig will ich auch.

Am Abend gab es dann Bier und Brezen gesponsert von Adobe und noch viele gute GesprĂ€che. Von den EE Leuten habe ich gelernt das wenn man die Spec doof findet muss man halt die Spec Ă€ndern. Nachdem wir dann die Arena dicht gemacht haben gabs noch ein Abendessen von CodeBusters(.es) gesponsert. War im großen und ganzen ein sehr lustiger Tag.

ApacheCon EU 2012 Day 0

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Heute begann dann also die ApacheCon EU 2012. Sinsheim ist nicht so einfach zu erreichen, vor allem wenn man an einem Sonntag nach einem BrĂŒckentag ICE fĂ€hrt. So was vergisst man als Hamburger schon manchmal. Und wenn man dann durch die VerspĂ€tung seinen Anschluss verpasst braucht man doch ein wenig bis man in der Metropole am Elsenz, bzw. des Zentrum des Kraichgaus gelandet ist.

Das Hotel ist sehr nett, auch wenn ich heute Nacht extrem schlecht geschlafen habe. Am guten “PalmbrĂ€u” kann das aber eigentlich nicht gelegen haben. Ab 11 Uhr konnte man heute in der Rhein-Neckar Arena auflaufen um sich sein Badge abzuholen und an dem Hackathon teilzunehmen. Das war aber eher ein allgemeines Meet und Greet, die Apache-Leute bzw. Projekte scheinen sich alle ganz gut untereinander zu kennen. Ein paar flĂŒchtige Bekannte sind auch dabei, aber trotzdem erstaunlich wie wenig ich diese Community kenne. Gehackt habe ich eher gar nicht, hauptsĂ€chlich gequatscht und mal das Programm studiert. So richtig was zum reinspringen und hacken gab es auch nicht. Gelernt habe ich trotzdem so einiges, unter den ĂŒber 100 Apache Top Level Projects findet man auch immer was neues. FĂŒr mich wird es wohl hauptsĂ€chlich Lucene, TomEE (den ganzen freien Java EE Stack den Apache baut) und Cassandra gehen.