Erstes Mal: Fasten

Ich komme ja im Moment immer auf so lustige Ideen, die dafür da sind um meine Grenzen auszutesten und einfach mal mehr Maß und Bewusstsein in das zu integrieren was einem doch manchmal einfach durch die Finger rinnt: den Alltag. Daher habe ich schon Anfang Oktober mal wieder einen “Milchmonat” eingelegt, also keinen Alkohol. Da ich solche Unterbrechungen meines normalen Verhaltens gerne maximiere habe ich dann direkt auch noch einen “Gemüsemonat” daraus gemacht, sprich kein Fleisch, diesmal sogar auch keinen Fisch. Ich bin eh der Meinung das man viel weniger Fleisch essen sollte, aus ethischen Gründen den Tieren gegenüber und seinen Mitmenschen, von denen doch viel zu viele immer noch hungern. Ich finde da sollte man eher schauen das man die Lebensmittelpreise auf ein Niveau bekommt so dass es Weltweit keine Probleme gibt. Dazu gehört auch Futtermittelproduktion zu reduzieren, erst recht sollte man Ackerfläche natürlich auch nicht als Lieferant für Biokraftstoffe nutzen. Aber ich schweife ab. Wie gesagt, wenn ich 2 von 12 Monaten kein Fleisch esse ist das immerhin schon mal ein Anfang.
Naja, auf jeden Fall habe ich mir dann gedacht das man ja auch mal ein richtiges Fasten in die Zeit legen sollte, da ich ja eh im Moment eher Gesund lebe ist das wohl die richtige Zeit. Also habe ich mal eine Woche Fasten eingelegt.

Entlastungstag
Am Samstag war also Entlastungstag angesagt, also quasi mal nichts schweres essen sondern nur Obst. Das war auch nicht so besonders schwer, da ich mir mit meinem ersten 15km Lauf den Appetit doch ziemlich versaut habe. Also gab es tatsächlich nur 3 Bananen, 2 Äpfel und 3 Birnen. Das war schon mal lecker.

1. Fastentag
War jetzt auch nicht so schwierig, war halt noch Sonntag. Zum Frühstück gab es leckeren Sauerkrautsaft (ich mag wirklich Sauerkraut) und dann später noch mal einen Gemüsesaft und etwas Gemüsebrühe. Abends im Rover war dann auch kein Problem, da kann man auch Kamillentee trinken.

2. Fastentag
Ich habe unglaublich schlecht geschlafen in der Nacht auf Montag, was auch ein wenig dazu geführt hat das ich den Tag über eher auf Wolken gegangen bin. Morgens gab es lecker Karottensaft, Mittags Tee und Abends wieder Brühe und Gemüsesaft. Im großen und ganzen fühle ich mich aber wohl, obwohl mein Magen doch auch komische Geräusche macht.

3. Fastentag
War auf jeden Fall der Tag wo das Fasten am wenigsten Spass gemacht hat. Am Montag war ich in der Mittagspause noch bei der Bank und bin freudig etwas rumgelaufen, am Dienstag war das schon eher sehr langweilig und hat auch keinen Spass gemacht. Richtig gut gefühlt habe ich mich auch nicht. Morgens gab es Tomatensaft und Abends Brühe, obwohl ich Abends auch Unterwegs war und mir einen Liter Apfelschorle reingetan habe. Aber wenn ich schon keine Pizza und kein Bier bekomme…

4. Fastentag
Der Mittwoch war dann schon wieder besser, lecker Karottensaft zum Frühstück, Mittags um den Isekanal spaziert, Abends Brühe und dann… schwimmen. Man soll ja seinen normalen Sport machen, also habe ich es tatsächlich auf 40 Kraul Bahnen gebracht. Insgesamt ging es aber an dem Tag auch besser und ich habe mich auch eher normal gefühlt. So richtig Hunger habe ich auch eher selten, es ist nur das ich einfach gerne Essen. Nicht umsonst habe ich mir am Dienstag auch endlich einen Qype Account zugelegt. Ich muss aber auch immer noch sagen das das wohl fürs erste das letzte mal war, soviel Spass macht das jetzt auch nicht. Gewichtsmäßig wirkt es sich übrigens auch kaum aus. Also wenn ich mich nicht am Freitag oder Samstag so gut wie seit Jahren fühle dann würde ich es auch eher als Effektfrei beschreiben.

5. Fastentag
Morgen gibt es einen Apfel, ich glaube das wird der beste Apfel meines Lebens. Und Suppe, das wird auch groß. Der 5. Tag ging eigentlich auch sehr gut, die Nacht ging halt gar nicht, ich habe nur 4 Stunden geschlafen, was aber auch am Schwimmen und dem kleinen Mittagsschlaf davor lag. Im großen und ganzen siegt aber gerade die Erleichterung das ich das durchgezogen habe und ab morgen wird dann langsam wieder aufgebaut. Yay, Fasten bestanden!

1. Aufbautag
Endlich vorbei. Zum Frühstück gab es einen Apfel, der obwohl er hart und sauer war einfach mal die Erlösung mit sich brachte. Mittags dann Suppe und Abends auch. Im großen und ganzen bin ich damit wiede fit und auch der Hunger geht langsam weg. Mein Gewicht ist doch noch etwas gefallen, mal sehen. Das “wie neu geboren” Gefühl hat sich aber jetzt noch nicht wirklich eingestellt. Morgen werden Bäume gefällt und auch wieder normal gegessen, mal sehen was so der nachhaltige Effekt ist.

Ich werde das aber bestimmt nicht so schnell wieder tun, einmal alle 30 Jahre reicht.

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