Mein “Kunztprojekt” im November

Manchmal komme ich ja auf so Gedanken aus denen dann lustige Projekte entstehen. So ereignete es sich auch Mitte Oktober, als es im Pub um die allgegenwärtigen Hinz&Kunzt Verkäufer ging. Und daraus wird jetzt mein Novemberprojekt.

Im November gilt für mich folgende Regel:

Ich kaufe von jedem Verkäufer eine Hinz&Kunzt den ich an diesem Tag zum ersten mal sehe.

Das heißt: jeder Verkäufer im Supermarkt wird eine Zeitschrift an mich los. Jeder der mir eine anbietet wird auch eine an mich los. Ich bin mal echt gespannt wie viele ich am Ende des Monats habe.

Warum? Naja, zum einen ist das eine bescheuerte Idee, zum anderen geht es aber um Wahrnehmung. Es gibt so viel über das man normalerweise nicht mehr nachdenkt. Meine vegetarischen Monate führen immer dazu das ich mir Gedanken über Essen mache, was ich normalerweise auch nicht tue. Mein Hinz&Kunzt Projekt wird dazu führen das ich die Verkäufer mal wirklich “sehe”. Und vielleicht mache ich ja sogar Fotos und sammele meine Begegnungen. Auf jeden Fall freue ich mich auf das Projekt.

Erstes Mal: Fasten

Ich komme ja im Moment immer auf so lustige Ideen, die dafür da sind um meine Grenzen auszutesten und einfach mal mehr Maß und Bewusstsein in das zu integrieren was einem doch manchmal einfach durch die Finger rinnt: den Alltag. Daher habe ich schon Anfang Oktober mal wieder einen “Milchmonat” eingelegt, also keinen Alkohol. Da ich solche Unterbrechungen meines normalen Verhaltens gerne maximiere habe ich dann direkt auch noch einen “Gemüsemonat” daraus gemacht, sprich kein Fleisch, diesmal sogar auch keinen Fisch. Ich bin eh der Meinung das man viel weniger Fleisch essen sollte, aus ethischen Gründen den Tieren gegenüber und seinen Mitmenschen, von denen doch viel zu viele immer noch hungern. Ich finde da sollte man eher schauen das man die Lebensmittelpreise auf ein Niveau bekommt so dass es Weltweit keine Probleme gibt. Dazu gehört auch Futtermittelproduktion zu reduzieren, erst recht sollte man Ackerfläche natürlich auch nicht als Lieferant für Biokraftstoffe nutzen. Aber ich schweife ab. Wie gesagt, wenn ich 2 von 12 Monaten kein Fleisch esse ist das immerhin schon mal ein Anfang.
Naja, auf jeden Fall habe ich mir dann gedacht das man ja auch mal ein richtiges Fasten in die Zeit legen sollte, da ich ja eh im Moment eher Gesund lebe ist das wohl die richtige Zeit. Also habe ich mal eine Woche Fasten eingelegt.

Entlastungstag
Am Samstag war also Entlastungstag angesagt, also quasi mal nichts schweres essen sondern nur Obst. Das war auch nicht so besonders schwer, da ich mir mit meinem ersten 15km Lauf den Appetit doch ziemlich versaut habe. Also gab es tatsächlich nur 3 Bananen, 2 Äpfel und 3 Birnen. Das war schon mal lecker.

1. Fastentag
War jetzt auch nicht so schwierig, war halt noch Sonntag. Zum Frühstück gab es leckeren Sauerkrautsaft (ich mag wirklich Sauerkraut) und dann später noch mal einen Gemüsesaft und etwas Gemüsebrühe. Abends im Rover war dann auch kein Problem, da kann man auch Kamillentee trinken.

2. Fastentag
Ich habe unglaublich schlecht geschlafen in der Nacht auf Montag, was auch ein wenig dazu geführt hat das ich den Tag über eher auf Wolken gegangen bin. Morgens gab es lecker Karottensaft, Mittags Tee und Abends wieder Brühe und Gemüsesaft. Im großen und ganzen fühle ich mich aber wohl, obwohl mein Magen doch auch komische Geräusche macht.

3. Fastentag
War auf jeden Fall der Tag wo das Fasten am wenigsten Spass gemacht hat. Am Montag war ich in der Mittagspause noch bei der Bank und bin freudig etwas rumgelaufen, am Dienstag war das schon eher sehr langweilig und hat auch keinen Spass gemacht. Richtig gut gefühlt habe ich mich auch nicht. Morgens gab es Tomatensaft und Abends Brühe, obwohl ich Abends auch Unterwegs war und mir einen Liter Apfelschorle reingetan habe. Aber wenn ich schon keine Pizza und kein Bier bekomme…

4. Fastentag
Der Mittwoch war dann schon wieder besser, lecker Karottensaft zum Frühstück, Mittags um den Isekanal spaziert, Abends Brühe und dann… schwimmen. Man soll ja seinen normalen Sport machen, also habe ich es tatsächlich auf 40 Kraul Bahnen gebracht. Insgesamt ging es aber an dem Tag auch besser und ich habe mich auch eher normal gefühlt. So richtig Hunger habe ich auch eher selten, es ist nur das ich einfach gerne Essen. Nicht umsonst habe ich mir am Dienstag auch endlich einen Qype Account zugelegt. Ich muss aber auch immer noch sagen das das wohl fürs erste das letzte mal war, soviel Spass macht das jetzt auch nicht. Gewichtsmäßig wirkt es sich übrigens auch kaum aus. Also wenn ich mich nicht am Freitag oder Samstag so gut wie seit Jahren fühle dann würde ich es auch eher als Effektfrei beschreiben.

5. Fastentag
Morgen gibt es einen Apfel, ich glaube das wird der beste Apfel meines Lebens. Und Suppe, das wird auch groß. Der 5. Tag ging eigentlich auch sehr gut, die Nacht ging halt gar nicht, ich habe nur 4 Stunden geschlafen, was aber auch am Schwimmen und dem kleinen Mittagsschlaf davor lag. Im großen und ganzen siegt aber gerade die Erleichterung das ich das durchgezogen habe und ab morgen wird dann langsam wieder aufgebaut. Yay, Fasten bestanden!

1. Aufbautag
Endlich vorbei. Zum Frühstück gab es einen Apfel, der obwohl er hart und sauer war einfach mal die Erlösung mit sich brachte. Mittags dann Suppe und Abends auch. Im großen und ganzen bin ich damit wiede fit und auch der Hunger geht langsam weg. Mein Gewicht ist doch noch etwas gefallen, mal sehen. Das “wie neu geboren” Gefühl hat sich aber jetzt noch nicht wirklich eingestellt. Morgen werden Bäume gefällt und auch wieder normal gegessen, mal sehen was so der nachhaltige Effekt ist.

Ich werde das aber bestimmt nicht so schnell wieder tun, einmal alle 30 Jahre reicht.

Die Grünen überwachen jetzt auch

Für die Abrechnung könne das europäische Satellitensystem Galileo eingesetzt werden, vorausgesetzt, ein strenger Datenschutz sei gewährleistet.

Focus Online

Gut das wir Europäer nicht nur Euros retten sondern auch dieses neue Navigationssystem bauen, denn damit kann wird unter Umständen die Genauigkeit verbessert. Ich persönlich finde das wirklich gut, denn die 5 Meter von GPS machen bei meiner Nutzung von GPS, die meistens zu Fuß ist, wirklich was aus.

Auch gut finde ich das ein Grüner Ministerpräsident über eine PKW Maut nachdenkt. Mir ist das eh egal, da ich kein Auto fahre, finde aber das man Autos zumindest aus den Innenstädten verbannen sollte, die stinken, sind laut und nehmen unglaublich viel Platz weg. Und versuchen mich armen Fahrradfahrer mindestens einmal am Tag umzubringen.

Was ich nicht gut finde ist wenn ein grüner Ex-Gymnasiallehrer für Chemie, Biologie und Ethik schlecht gecoacht über technische Umsetzung von PKW Maut spricht. Das Problem ist relativ einfach erklärt: Sattelitengestützte PKW Maut bedeutet das irgendwer (in dem Fall der Staat oder ein Privatunternehmen) zu jedem Zeitpunkt weiß wo sich jedes Auto aufhält und damit auch die meisten Bürger.

Das finde ich nicht so gut. Und dafür gibt es ganz viele Gründe. Kretschmann sagt zwar das der “Datenschutz gewährleistet” werden muss, was das aber genau bedeutet steht zumindest in dem kurzen Online Abriss nicht. (Wo ist eigentlich das ganze Interview?). Jetzt kann man natürlich mit einem IT-Security Experten sprechen und die theoretische Diskussion anfangen ob es sowas wie Datenschutz überhaupt gibt, aber ich nehme an jeder hat dieses Jahr mitbekommen das viele Unternehmen und der Staat nicht besonders gut darin sind auf Daten aufzupassen. Da hilft wirklich nur die Daten gar nicht erst zu erfassen.

Ferner kann man den Rahmen für so ein Mautsystem natürlich Gesetzlich ganz eng fassen, das Problem ist das solche Daten immer die Begehrlichkeiten der Sicherheitsbehörden wecken. Und da die Sicherheitsbehörden ja immer noch der Illusion der absoluten Sicherheit hinterherjagen weiß man nicht so genau auf was für lustige Ideen die als nächstes kommen. Vor unseren Computern machen sie ja auch keinen halt mehr, vor allem aber halten sie sich nicht an die Regeln die die Gerichte ihnen auferlegen. So viel zum Thema das kann man ja gesetzlich regeln.

Gesetze ändern sich aber auch bzw. können von der herrschenden Mehrheit geändert werden, genau wie der Zeitgeist und die Gesellschaftsform. All das sollte man berücksichtigen wenn man eine umfangreiche Überwachungsinfrastruktur schafft. Die beste Lösung für diese Probleme ist also weiterhin es nicht zu tun.

Das sehe übrigens nicht nur ich so, es gibt auch noch Medien die das verstehen und sogar Parteien.

Filialfinder 2.0

Ein Filialfinder ist ja ein tolles Feature: man geht auf die Homepage eines Unternehmens und sucht dann den meistens gut versteckten Link zu der Suche nach den einzelnen Filialen, das hat z.B. meine Bank, Tchibo und die Post.

Das Problem das ich gestern hatte löst aber keiner, auch nicht die mobilen Varianten: ich will eine geöffnete Filiale haben, weil es Samstag 16 Uhr ist. Irgendwie ist den ganzen Entwicklern noch nicht aufgefallen das die Filialdaten mehrdimensional sind, sprich wir neben der Dimension Ort noch sowas wie Öffnungszeiten und ggf. Features der Filialen haben.

Ich bin ja der Meinung das man das mal ändern sollte.

Alle auf Drogen!

Oh mein Gott, die Linke beschließt das alle Drogen legalisiert werden sollen! Das schließt also auch harte Drogen mit ein.

So ungefähr hört sich für mich die Berichterstattung an diesem Wochenende über den Linken-Parteitag an. Nur das den etablierten Medien leider die Ironie fehlt. Und natürlich die Tiefe. Weil meine erste Frage dazu wäre natürlich wie sehen das die anderen Parteien? Und was bedeutet das für die Gesellschaft in Deutschland, gibt es hier eine Mehrheit für eine Art von Drogenpolitik? Dafür nehmen wir mal die aktuellen Umfragewerte der Parteien. Es geht natürlich auch nur um den Konsum, also die Entkriminalisierung der Suchtkranken.

Gehen wir mal von Links nach Rechts im demokratischen und relevanten Spektrum der Parteien:

Linke 7%
haben wir ja gelesen: “Legalisierung aller Drogen” , das schließt dann auch sog. harte Drogen mit ein

Piraten 10%
Die haben natürlich mal wieder nichts fertig ;). Dafür aber eine AG Drogen:

Die PIRATENPARTEI-DEUTSCHLAND steht für eine repressionsfreie Drogenpolitik und will ein Ende der gescheiterten Prohibition. Wir lehnen die heutige, wissenschaftlich nicht haltbare Unterscheidung in legale und illegale Stoffe ab und fordern die objektive Bewertung und Handhabung aller psychoaktiven Substanzen alleine anhand ihres Gefahrenpotentials.

Die Piraten folgen also eher dem Ratio-Ansatz, und verbieten demnächst Tabak, dafür legalisieren sie Cannabis ;). Das ist natürlich nur überspitzt dargestellt, aber schon mal ein sehr differenzierter Ansatz.

Grüne 16%
Die Grünen haben einen ganzen Artikel über ihre Drogenpolitik:

Die Politik der Kriminalisierung von Konsumentinnen und Konsumenten führt in die Sackgasse. Schwerstabhängige brauchen Hilfe, keine Strafverfolgung.

Bei weichen Drogen wie Cannabis wollen wir unter Berücksichtigung des Jugendschutzes eine legale Abgabeform über lizenzierte Fachgeschäfte ermöglichen, weitere Erleichterungen für die medizinische Verwendung von Cannabis sowie vernünftige Regelungen und Grenzwerte im Bereich Cannabis und Straßenverkehr durchsetzen.

Die Grünen wollen also das man bekifft Auto fahren darf ;). Ich nehme an bzw. hoffe das diese vernünftige Regelung ein Totalverbot ist. Aber davon abgesehen stehen die Grünen also auch für eine Entkriminalisierung.

Somit haben wir also im linken Spektrum, das im Moment tatsächlich 33% der Zustimmung der Wähler erhält, eine überwiegende Mehrheit für Entkriminalisierung. Eventuell nicht so radikal wie die Linke, aber doch eher normal.

In der Mitte ist es nicht mehr so einfach, die SPD (28%) macht es mir nicht so einfach, zumindest kann ich da nicht wirklich einen Link zu anbieten:

Wir wollen neue Wege in der Drogenpolitik. Wir werden eine Drogenpolitik gestalten, bei der Hilfe für die Abhängigen und gesundheitliche Vorsorge im Vordergrund stehen.Wir setzen auf Prävention, weil wir mit Aufklärung und vorbeugender Hilfe für gefährdete Personen alles dafür tun wollen, daß Menschen nicht in die Suchtabhängigkeit geraten. Wir setzen auf Hilfe, weil wir wissen, daß Sucht eine Krankheit ist und der Behandlung bedarf. Wir sagen der Drogenmafia den Kampf an.

Wir wollen der Drogenkriminalität den Boden entziehen: Wir wollen Hilfe statt Strafe für die Abhängigen, aber eine rigorose Strafverfolgung der Drogenhändler.

(aus dem Wahlprogramm der SPD vom Parteitag in Leipzig 1998)
Somit bleibt noch die CDU (32%), die macht es einem aber auch einfach:

Eine „Legalisierung“ angeblich „weicher Drogen“ lehnen wir ab.

Im Endeffekt scheint es also so zu sein das es einen breiten gesellschaftlichen Konsens zu geben scheint der für eine Entkriminalisierung der Drogenkonsumenten ist. Das heißt aber auch das das einzige Radikale an den Linken ist das sie da ein wenig undifferenziert rangehen. Wobei wenn bei den Piraten herauskommt das Kokain und Heroin ungefährlich ist, dann wäre es nur konsequent wenn sie das auch tun würden. Die Grünen äußern sich als die “alten Hasen” einfach nicht zu. Da sind wir ja mal gespannt bis wann sich da gesetzlich was ändern wird.

More History

Today I found out that use.perl.org is shutting down, or at least it is not accepting any new posts anymore. As I had my first blog on use.perl.org I wanted to preserve the data. This was quite easy as I just had to enhance a little script that I found on perlmonks.org in order to  export the text of the use.perl.org entries to create an RSS file which I just imported here.  Thus my blog history now starts in September 2003, which is more than 8 years ago.

The code is here:

 

 

HH.js Oktober

Heute habe ich es tatsächlich mal geschafft bei der HH.js Vorbeizuschauen, das hatte ich irgendwie das ganze Jahr schon mal vor, ist aber bis jetzt nicht wirklich passiert da ich irgendwie nie Zeit hatte. Heute fand das Ganze in den Räumlichkeiten von Bigpoint statt, die Jungs haben auch ein schönes Büro und klingen auch ganz nett. Der @scheffield war mit und den @heshist haben wir da getroffen.

Erstmal gab es einen HTML 5 Appcache Vortrag von Peter Kröner (@sir_pepe), der war sehr gut und sehr schnell und hatte eine angenehme Informationsdichte. Das einzige was ich mitgenommen habe ist aber das man wohl noch viel tun muss damit das läuft und das ich mir mal jStorage anschauen muss.

Danach ging es mit Meno Abels über lauter kranken kram den man mit JS machen kann wenn man ein Konferenz-WLAN baut, den kram hat er auf seinem Github account (https://github.com/mabels).

Haymo Meran hat kurz was über den Aloha Editor erzählt, der wohl die sane Variante von “contentEditable” ist, indem er die ganzen Dom-Operationen selber macht. Wirkt zumindest besser als alles was ich bis jetzt da draußen gesehen habe.

Dann gab es noch ein Roundup zur jsconf.eu, wo eigentlich alle Vorträge mal zusammengefasst wurde. Folgende Puntke waren für mich interessant:

  • Zeon.js ist wohl ein JavaScript Formatter und Analyzer, kann man wohl mal mit in die Toolbox nehmen
  • Es wird versucht ein JS-Logo zu etablieren, weil es irgendwie kein so cooles Logo für JS gibt wie für HTML 5 und man das ja marketingtechnisch brauchen kann.
  • Coderdojo ist eine Initiative aus Irland wo Leute Pro-Bono Schulkindern coden beibringen. Das klint auch cool.
Sieht so aus als wenn ich in Zukunft da häufiger aufschlage.