Boiler gut, alles gut

Hier also die letzten News aus dem Hochwassergebiet in Norden: es war nicht das Rohr sondern der Boiler des netten Menschen über mir, der sich überlegt hat kaputt zu gehen und anstelle von wie es sich gehört die Küche meines Mitbewohners zu überschwemmen hat sich das Wasser lieber den Weg durch meine Decke gesucht. Scheiß Schwerkraft! Heute war dann ein Klemptner da (der den größeren Teil des Tages mit der Quest “Finde Schlüssel für Wohnung über mir” zugebracht hat, warum mein Vermieter keine Wohnungsschlüssel hat ist mir schleierhaft) der auch relativ schnell den Boiler oben als Corpus Delicti identifiziert hat (abgesehen davon hat er mir einen kleinen Sprint von der Firma nach Hause plus Rückweg beschehrt, da hab ich dann auch endlich festgestellt das schönes Wetter draußen ist). Hatte den Vorteil das er nicht meine Wand oder Decke aufstemmen musste, was ich dann doch als positiv empfunden habe. Was mit meiner bestimmt durchnässten Decke ist weiß ich noch nicht, aber ohne Küche kann ich notfalls etwas leben.

So, jetzt kann ich auch endlich spülen… und meine Handtücher muss ich waschen, die hab ich allesammt für das Auffangen des doch etwas gelblichen Wassers benutzt. Dafür kann ich aber morgen wieder duschen.

Dinge die einem den Sonntag versauen

Erstmal ein Such- und Ratebild:

Was ist das? Ein Deckenfluter ;-).

Also, was ist passiert: ich wollte doch nur was zu Essen kochen… dann kamen komische Geräusche aus der Küche, verdampfendes Wasser auf heißer Platte.  Dummerweise hatte ich das Wasser erst grade angemacht. Also mal nachgeschaut, da kam Wasser aus meiner Dunstabzugshaube. Erstmal dem unwahrscheinlichen Fall nachgegangen das das nicht Kochende Wasser in dem Topf darunter irgendwie hochgespritzt ist und wieder runtertropft. Dann hab ich dummerweise gesehen das das Wasser auch aus meiner Decke kommt, also an den Ecken. Da wurde mir dann schon ein wenig anders. Dann kam der tolle Hollywood Effekt das auch Wasser aus meiner Lampe kam, die noch an war, es zischte aber sie blieb an. Also erstmal Sicherung raus und was macht man dann? Genau, man bekommt Panik. Erstmal Wasser in meiner Wohnung abgestellt, hatte aber leider keinen Effekt. Da kam das Wasser schon in Strömen aus meiner Lampe. Also erstmal was druntergestellt, alles was ich so an Schüsseln und Töpfen da hatte. Mehr Wasser, mehr Panik. Also erstmal fragen ob der nette Herr in der Wohnung über mir vielleicht Swimmingpool spielt. Der war aber nicht da. Hausmeister anrufen war mein nächster Gedanke, da ermangelte es mir aber an einer Nummer. Nächstes Problem: das Haus gehört einer Firma, mein Vermieter ist eine Firma und die sind Sonntags nicht so aktiv. Also bin ich dem Hausmeistergedanke weiter nachgegangen aber musste feststellen das ich ganz alleine im Haus bin. Mist. Also mal im Vorderhaus fragen. Bei der 10ten Wohnung (wo sind alle Leute Sonntags) hab ich endlich mal jemanden gefunden der mir ne Handynummer gegeben hat. Angerufen, Problem geschildert (“Da kommt Wasser aus meiner Decke”) und mir angehört das er für das Gebäude nicht mehr zuständig ist. Da dämmerte es mir das ich vielleicht mal sowas wie einen Klemptner Notdienst anrufen sollte. Dummerweise funktioniert mein Gehirn unter diesen Bedingungen nur eingeschränkt und mir fiel natürlich keine Auskunftsnummer ein. Also zurück zum Plan vorher und meine Vormierterin angerufen. Die erreichte dann mal wenigstens sowas wie meinen Vermieter und dann war die Ansage alles tun damit es aufhört (als wenn das nicht schon vorher mein Plan gewesen wäre). Also die 11833 angerufen (“Ich brauch nen Klemptnernotdienst in Hamburg”), Nummer bekommen, weiterleiten ging nicht. Also angerufen und mal wieder mit jemanden telefoniert der sich nicht zuständig fühlte. Aus dem die Nummer des Notdienstes rausgeholt, da angerufen, ging keiner ran. Also da ging es mir schon anders (das ich zwischenzeitlich immer noch Schüssel geleert habe ist wohl klar, ich wollte ja nicht das meine Küche komplett unter Wasser steht). Wieder den Typen der nicht zuständig war angerufen und der hat dann seinen Kollegen endlich bekommen. Also war schon mal jemand unterwegs. (Das war so gegen 17h, da lief das Wasser schon über eine dreiviertelstunde aus meiner Decke). Es kommt hilfe… das beruhigt dann etwas. Nächster Gedanke: Hauptanschluss abstellen. Wenn man nur wüsste wo der ist. In den Keller, festgestellt das es da auch aus der Decke tropft (in meinem Bad auch), aber der Hausanschluss weit und breit nicht zu sehen. Weitersuchen. Dann bin ich auf den rettenden Gedanken gekommen in die Metallkästen unten im Flur zu schauen, das Problem war nur das die mit einem viereckigen Ding verschlossen sind und ich keine Zange besitze. Also irgendwas Werkzeugtechnisches gesucht und unter größten Anstrengungen das Ding aufgebrochen. Und siehe da, ein Hauptanschluss. Zugedreht, Wasser im Waschbecken laufen gelassen, wurde weniger also erfolg. Das war dann schon so gegen 17:30. Bis es aufgehört hat aus meiner Decke zu fließen war es dann auch 18h. Der Notdienst kam um 18:30 (!) und konnte ja nur noch feststellen das jetzt kein Wasser mehr läuft. Alles andere morgen. Mein armes Herz. Es topft immer noch aber meine Küche ist jetzt wieder einigermaßen trocken. Was lernen wir daraus? Immer eine Zange haben und immer wissen wo der Hausanschluss ist. Es gibt sowas wie Rohrbrüche. Was gegessen hab ich immer noch nicht. Aber jetzt brauch ich erstmal ein Bier. (Das Foto ist übrigens  entstanden nachdem ich das Wasser abgestellt hatte, das lief also vorher noch stärker).

Wieder abschließend angeschlossen

So, nach über einem Monat Blog abstinenz juckts mir jetzt ein wenig in den Fingern. Aber ich bin wieder da, mit Internet sogar :-).

Fangen wir mal am Anfang an. Vor etwas mehr als einem Monat hab ich also die Übergabe für meine Wohnung gemacht (merken: vorher die Modalitäten der Kaution klären und ja, man bekommt 1.400 € aus einem EC Automaten) und hab die ersten Nächte auf einer Luftmatratze in einer komplett leeren Wohnung verbracht. Hatte aber auch was für sich. Nach einer knappen Woche war dann Umzugstag und obwohl ich noch ein wenig von Kollege Oles Party mitgenommen war (vor allem von dem Taxifahrer: gut das se so jung aussehen, normalerweise hauen die Kollegen immer auf den teuren Tarif wenn se Mittelweg hören) ging das Ausladen meiner doch geringen Habseligkeiten die man mir dankenswerterweise nach Hamburg geschafft hat doch ganz schnell. Danach noch schnell zu IKEA, neues Bett, Schrank, Couch, etc. besorgen und der Rest des Tages wurde geschraubt. Denn darauffolgenden Sonntag habe ich auch mit schrauben und bohren verbracht und obwohl es nicht so angenehm ist ohne Staubsauger löcher in eine Backsteinwand zu bohren (man ist danach ziemlich rot) bin ich Stolz darauf das ich meine Rolläden und meine Küchenlampe selber angebracht habe. Es ist sowieso total faszinierend worüber man sich alles freuen kann wenn man seinen ersten eigenen Haushalt führt, z.B. über den Erwerb einer Klobürste, eines Besens, eines Toasters und eines Wasserkochers. Dann fehlte nur noch etwas Dekoration und man sollte wenn man sich bei allposters.com was bestellt auf jeden Fall auf die Maße achten, weil sonst bezahlt man 20 € für nen high quality “etwas größer als A4” printout. Das ist also auch erledigt. Fehlen noch so unwichtige Dinge wie ein Staubsauger. Nen Wäscheständer hab ich schon mal. Naja, auf jeden Fall ist meine Wohnung jetzt sehr schön, ich bin auch immer noch froh darüber das ich die Wandfarbe behalten habe. Dann ging das Telefonproblem los: wegen der Abwesenheit der Türschilder die eigentlich in “den nächsten Tagen” dasein sollten bouncte erstmal meine Auftragsbestätigung, was ja nicht weiter schlimm gewesen wäre, da man die sich nach etwas überzeugungsarbeit (“nee, die Adresse gibts nicht”, “doch, ich geh da jeden Tag hin” ) auch in die Firma schicken lassen kann. Dummerweise kam dann auch mein Technikertermin an die Firmenadresse und zwar an dem Tag an dem er war. Da wars dann etwas spät. Also neuen Termin ausgemacht, ne Woche später. Den Tag zu Hause brav gearbeitet, weil Termine in 8 Stunden Intervallen sind ja unabdingbar (“der kommt dann zwischen 8 und 16h zu ihrnen”) und dann um 15:55 festzustellen das der Techniker die Bedienung meiner Klingel nicht beherrschte und angeblich um 14:55 da war. Es kann natürlich auch sein das ich in der weite meiner 34m² Wohnung die schrille Klingel, die man durchs ganze Haus hört nicht wahrnehmen konnte. Dummerweise hatte er gemeldet das alles OK war, wovon sich dann auch die lieben Menschen von Hansenet nicht abbringen ließen. Also ein wenig telefoniert, von da an war mein Anschluss offiziell gestört. Zwei Tage später noch mal angerufen, “ah sie melden sich auf die SMS die wir ihnen geschickt haben”, “nein, hab ich nicht bekommen” (Störungstermine gehen sogar in 4 Stunden Auflösung), nen Vormittag zu Hause verbracht um auf nen Techniker zu warten der nicht kam. Ausnahmsweise mal bei der Hotline angerufen und da da keiner feststellen konnte was passiert ist (“sie hatten sich am Samstag ja auf ne SMS gemeldet, das ist hier der letzte Eintrag” *seufz*) einfach mal gewartet. Tags drauf telefoniert, dem netten Menschen freundlich aber bestimmt gesagt das ich nicht wieder einen 4 Stunden termin haben will und plötzlich gings mit Anruf vorher. Das der Anruf dann nicht kam brauch ich ja nicht zu erwähnen, allerdings kam um kurz vor 19h einer, “Sie hatten heute nen Termin zum entstören”, “Ja, ihr Kollege hat gesagt er ruft vorher an”, “Das gibts nicht”. Naja, allerdings erbarmte er sich dann und machte einen Termin für heute und siehe da, alles geht, wenn man den Anschluß schaltet. Das hat halt etwas gedauert.
Was gibts sonst noch erwähnenswertes? Ich hab mal wieder Karneval verpasst, aber nächstes Jahr pack ichs bestimmt, den Deutschen Perl Workshop konnte ich auch nicht mitnehmen. Dafür war ich Karnevals-Freitag in Bremen auf ner Firmenparty, das war auch recht unterhaltsam, vor allem der Rückweg. Ansonsten hab ich nach Ostern die Woche Urlaub und werde mich ab Karfreitag bis weißen Sonntag in Bonn aufhalten. Das erste Projekt habe ich jetzt fast durch, das zweite läuft auch schon, Arbeitstechnisch ist alles bestens und ich hab so viel gelernt und gemacht in den letzten Monaten das ich mich wundere wofür ich überhaupt studiert habe, weil irgendwie hat das gar nicht viel damit zu tun. Vor allem das was man neben dem Programmieren macht ist unglaublich spannend und vor allem neu.
Viel mehr gibts erstmal nicht zu melden, abgesehen davon das draußen 20 cm Schnee liegen, was ich noch nie vorher gesehen habe. Alles schön weiß, wie gut das ich das Haus nicht verlassen muss.