Michael Crichton: State of Fear

Michael  Crichton hat mit seinem Romand über den Kampf  gegen eine radikale Umweltorganisation mal wieder gezeigt wie gut er gängige Meinungen durch einen gut recherchierten Roman anzweifeln kann. State of Fear (in Deutsch erschienen als “Welt in Angst”) enthällt große Passagen, die auf der ständigen Diskussion basieren, wie sinnvoll Menschliches eingreifen in die Natur ist, ob es sowas wie “Globale Erwärmung” überhaupt gibt und wenn ja wodurch sie kommt. Mit einer vielzahl von Fußnoten und einem 30 (!) Seitigen Quellenverweis am Ende erschüttert er ganz selbständig die normale Kausalkette mehr Energieverbrauch führ zu mehr CO2 Ausstoß was wiederum zur Erderwärmung führt, oder halt zu globalen Klimakatstrophe. Von so einfachen Beobachtungen, das viele Wetterstationen in Städten stehen, die allein durch ihr Bevölkerungswachstum und den dadurch gestiegenen Energieverbrauch wärmer geworden sind, über die Feststellung das Eisschmelze auch mit wachsenden Gletschern in anderen Erdteilen einhergehen, bis hin zu der Beobachtung das Wetter keineswegs so global ist wie man immer glaubt, da es nicht global wärmer wird sondern an manchen stellen dieser Welt auch kälter ist es auf jeden Fall eine kurzweile Art und Weise sich mit dem große “Problem” Klimaveränderung auseinanderzusetzen. Auch so einfache fakten das sich das Klima immer geändert hat und das bis zu dem Ausruf der Erderwärmung in den 70ern die einhellige Meinung war, das wir auf eine neue Eiszeit zulaufen und das wir nicht einmal das Wetter in einer Woche vorhersagen können, was ja die gesammtheit aller Klimamodelle schon ein wenig in Frage stellt ändert dieses Buch auf jeden Fall Meinungen.

Die Story ist wie gesagt kurzweilig, es gibt viel Action und man lernt unglaublich viel neues. Auf jeden Fall “quite a good read”, auch wenn man ein wenig den Eindruck hat das die Story eher zum Transport der unterschiedlichen Meinungen und Fakten benutzt wird als wirklich einen erzählenden Anspruch zu haben.

2 thoughts on “Michael Crichton: State of Fear

  1. Wer denkt, daß ein Romanautor, der “Fakten” fesselnd darstellen kann, in der Lage ist, als Experte die Entwicklung des Weltklimas zu beurteilen, sollte sich bei ihm auch “unters Messer legen”, wenn er fesselnde und authentische Arztromane schreibt.
    Wissenschaft funktioniert halt etwas anders und wenn wir einem Expertenteam von Klimatologen weltweit die Kompetenz absprechen, Aussagen zur Zukunfts-Planung unserer Produktionsmethoden (daum genau geht es) zu machen, sollten wir das Forschungsbudget komplett abschaffen oder machen die anderen Wissenschaftler denn etwas anderes (ich glaube nicht).

    Like

  2. Naja, mir ist schon bewusst das er gewisse Fakten aus dem Zusammenhang reißt. Allerdings ändert das nichts daran das die Statistiken authentisch sind, die Geschichte dazu ist halt die Fiktion.
    Das Problem hier, wozu Crichton auch schon einen interessanten Aufsatz geschrieben hat, ist das immer mehr Mehrheitswissenschaft betrieben wird, d.h. das das als realität anerkannt wird was die meisten Wissenschaftler denken bzw. an Theorien befürworten. Das sollte nicht so sein, da Wissenschaft ja auf eben diesen authentischen Fakten beruht. Ob er den Wissenschaftlern ihre Kompetenz abspricht wage ich in Frage zu stellen, aber ich bin trotzdem der Meinung das er interessante Fragen aufstellt.

    Like

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s