Ein ganz normaler Samstag in Hamburg

Größstädte sind schon unterhaltsam. Also eigentlich war der Abend ja als etwas ruhiger geplant. Ich hatte mich am Freitag Abend mit Kathrina, Christians Besuch, zum Filmgucken verabredet, weil ich sonst keinen hier kenne der mit mir in den vermeindlichen Mädchenfilm “Die Geisha” gehen würde. Aufgrund von Ortsunkundigkeitverpeilung standen wir aber erst an der Kinokasse als unsere Reservierung schon lange verfallen war und es wurde dann “München”. Ein eigentlich sehr guter Film, den man allerdings wohl auch mehrfach schauen muss um die Message wirklich zu bekommen und der eindeutig ein eher verwirrendes, niedergeschlagenes Gefühl hinterlässt. Nichtsdestotrotz wollten wir nach diesem filmischen Meisterwerk natürlich noch ein wenig Spass haben und haben uns daher ins Schanzenviertel begeben. Auf der U-Bahn fahrt dorthin kam es dann aber doch zu einer Begegnung der dritten Art. Auf Kathrinas Beschwerde über Christians Gesichtshaarzustand tippte es mir plötzlich auf die Schulter und eine nette junge Dame interessierte sich sehr stark für unsere Rasiekünste … es ging nur nicht wirklich ums Gesicht. Daraus entstand eine lustige Unterhaltung mit dieser Dame, die allerdings auch irgendwie chemisch ihren Gemütszustand verändert hatte. Zumindest war sie Bauchtänzerin, hatte aber den Abend frei und wo sie arbeitet (und wo sie Körperbehaarung hat, bzw. nicht) weiß ich jetzt auch :-). Irgendwie hatte ich aber trotzdem eher den Drang zum Weglaufen …. :-). Gut das Christian diesen Höhepunkt des Abends auch noch bildlich festgehalten hat.

Michael Crichton: State of Fear

Michael  Crichton hat mit seinem Romand über den Kampf  gegen eine radikale Umweltorganisation mal wieder gezeigt wie gut er gängige Meinungen durch einen gut recherchierten Roman anzweifeln kann. State of Fear (in Deutsch erschienen als “Welt in Angst”) enthällt große Passagen, die auf der ständigen Diskussion basieren, wie sinnvoll Menschliches eingreifen in die Natur ist, ob es sowas wie “Globale Erwärmung” überhaupt gibt und wenn ja wodurch sie kommt. Mit einer vielzahl von Fußnoten und einem 30 (!) Seitigen Quellenverweis am Ende erschüttert er ganz selbständig die normale Kausalkette mehr Energieverbrauch führ zu mehr CO2 Ausstoß was wiederum zur Erderwärmung führt, oder halt zu globalen Klimakatstrophe. Von so einfachen Beobachtungen, das viele Wetterstationen in Städten stehen, die allein durch ihr Bevölkerungswachstum und den dadurch gestiegenen Energieverbrauch wärmer geworden sind, über die Feststellung das Eisschmelze auch mit wachsenden Gletschern in anderen Erdteilen einhergehen, bis hin zu der Beobachtung das Wetter keineswegs so global ist wie man immer glaubt, da es nicht global wärmer wird sondern an manchen stellen dieser Welt auch kälter ist es auf jeden Fall eine kurzweile Art und Weise sich mit dem große “Problem” Klimaveränderung auseinanderzusetzen. Auch so einfache fakten das sich das Klima immer geändert hat und das bis zu dem Ausruf der Erderwärmung in den 70ern die einhellige Meinung war, das wir auf eine neue Eiszeit zulaufen und das wir nicht einmal das Wetter in einer Woche vorhersagen können, was ja die gesammtheit aller Klimamodelle schon ein wenig in Frage stellt ändert dieses Buch auf jeden Fall Meinungen.

Die Story ist wie gesagt kurzweilig, es gibt viel Action und man lernt unglaublich viel neues. Auf jeden Fall “quite a good read”, auch wenn man ein wenig den Eindruck hat das die Story eher zum Transport der unterschiedlichen Meinungen und Fakten benutzt wird als wirklich einen erzählenden Anspruch zu haben.

Sozial gestört weil glücklich?

Weils der nlz auch gemacht hat und wenn der Test es sagt mus es ja wohl stimmen.
Your Social Dysfunction:
Happy

You’re a happy person – you have a good amount of self-esteem, and are socially healthy. While this isn’t a social dysfunction per se, you’re definitely not normal. Consider yourself lucky: you walk that fine line between ‘normal’ and being outright narcissistic. You’re rare – which is something else to be happy about.

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Please note that we aren’t, nor do we claim to be, psychologists. This quiz is for fun and entertainment only. Try not to freak out about your results.

Walk The Line

You’ve got a way to keep me on your side
You give me cause for love that I can’t hide
For you I know I’d even try to turn the tide
Because you’re mine, I walk the line

Also gestern hat sich die Grindelsneak richtig gelohnt, ich war und bin es immer noch absolut begeistert. Der Film würde es sofort auf die Liste meiner Lieblingsfilme machen, wenn ich nicht der Meinung wäre das ich ihn dafür noch mal sehen muss.

Also, es geht um Johnny Cash. Der Plot ist relativ einfach erklärt: Johnny, aus einer eher bescheidenen und nicht so freundlichen Farmerfamilie, geht zur Air Force und schreibt ein paar Lieder. Wieder daheim (er war in Deutschland), heiratet er seine Jugendliebe, sie haben ihr erstes Kind und Johnny arbeitet mit geringem Erfolg als Vertreter. Kurz bevor alles zusammebricht schafft er es mit eben einem solchen Air Force Song einen Studioboss zu überzeugen und der Aufstieg (bzw. Abstieg) beginnt. Alle ist so wie man es sich vorstellt, es kommen Drogen und Groupies ins Spiel und der Untergang ist unvermeidlich. Durch seine große Liebe, June Carter, gespielt von einer fabelhaften Reese Witherspoon, wird dann am Ende doch alles gut.

So kitschig das hier klingt, es it einfach nur wunderbar, weil eben diese Liebe nicht nur die Rettung ist, sonder auch der Untergang. Diese Liebe ist einfach absolut und stellt sich gegen die gesellschaftlichen Normen, die eigene Frau und vor allen Dingen auch durch ihre Unerfülltheit gegen Johnny selber. Trotzdem ist sie wunderbar und wird auch so dargestellt, wunderbar untermalt von Johnny Cash Songs die auch Textmäßig immer zur rechten Stelle kommen, nie langweilig werden und einfach passend sind. Man sollte den Film daher wahrscheinlich unbeding im Original sehen.

Das es ein Happy End gibt ist keineswegs klar, weil es ja eine wahre Geschichte ist und auch die Art und Weise der herangehensweise an dieses Happy End ist nicht wirklich schnulzig, sondern macht einfach nur Hoffnung und hinterläßt nicht den faden Beigeschmack den man bei ähnlichen Filmen oft hat, wo man sich fragen kann ob die gerade so frisch Zueinandergefundenen sich nicht doch in drei Monaten wieder trennen.

Dazu kommen wunderschöne Bilder, ich muss den Film alleine deswegen noch mal schauen weil ich nicht weiß wie der Regisseur (James Mangold) es geschafft hat in einer Menge von kreischenden 50er Teenies jemanden so heraus zu stellen das man sieht das sie der Ursprung des Sündenfalls wird. Um es noch mal zu sagen, Reese Witherspoon hat mir besonders gut gefallen, die Rolle passt aber auch sehr gut zu ihr und sie kann über die Entwicklung des Filmes zeigen was sie tatsächlich drauf hat. Auch Joaquin Phoenix als John R. Cache Cash ist ein guter Darsteller und sorgt dafür das man den Film für authentisch hält.

Also wenn man einen Film gesehen haben sollte, dann diesen auf jeden Fall. Ich muss jetzt auf jeden Fall mich mal ein wenig mehr mit seiner Musik beschäftigen.

At my door the leaves are falling
A cold wild wind has come
Sweethearts walk by together
And I still miss someone

I go out on a party
And look for a little fun
But I find a darkened corner
because I still miss someone

Oh, no I never got over those blues eyes
I see them every where
I miss those arms that held me
When all the love was there

I wonder if she’s sorry
For leavin’ what we’d begun
There’s someone for me somewhere
And I still miss someone

Artists happen

Da schriebt man einmal einen kleinen Beitrag zum Thema Software Engineering und dann bekommt man direkt von allen Leuten Feedback und dazu muss man dann auch noch was schreiben.

Der liebe Herr Kirsch schreibt in seinem Blog unter dem Titel “Freiheit für Programmierer?” zwar einen interessanten Punkt, der allerdings nicht wirklich was mit dem zu tun hat was ich sagen wollte, bzw. ist der Kontext nicht richtig. FBP sagt nichts über Design aus, bzw. schreibt es keinen klassischen Weg für das Design vor. In diesem Kontext ist auch das Design Happens zu verstehen, was anscheinend funktioniert.

Die Wunderkinderaussage sehe ich etwas differenzierter. Ich bin nämlich nicht der Meinung das ein guter Programmierer mit Mozart zu vergleichen ist. Gute Programmierer kommen viel öfter vor als man denkt, das Problem ist nur das sie ihre Fähigkeiten, ihr Handwerk, durch die oftmals viel zu strikten und formalisierten (vielleicht ist das daran wirklich die Wissenschaft Informatik) Entwicklungswege nicht wirklich einsetzen können. Zu strikte Arbeitswege nehmen einem den Spass an der Arbeit, wenn man seine Kreativität nicht ausleben kann demotiviert das und daraus ergeben sich die Zahlen die Herr Kirsch abschließen nennt. Motivierte Programmierer, die Spass haben und sich nicht durch einen haufen Dokumente wühlen müssen um eine Zeile Code zu schreiben machen gute Arbeit weil sie das machen können was sie wollen: Programmieren.

Die Abschließende Frage, ob die Programmierer einfach nicht genug Freiheit hatten, kann ich klar mit einem Ja beantworten. Wie liefern immer pünktlich aus, zu garantierten Zeitpunkten. Also scheint der formale Weg, der ja ach so gut sein soll, nicht dazu zu führen was Herr Kirsch behauptet, nämlich nicht gute Programmierer zu solchen zu machen.

Aus einer ganz anderen Richtung kommt Lehs Artikel am “Anfang war das Wort“, der sich eher mit der Frage auseinandersetzt was gute Software und ästethik in diesem Sinne bedeutet. Hier kommt glaube ich auch der Freiheitsaspekt wieder zum tragen. Wenn man einem Maler bis auf den Pinselstrich sagt wie ein Gemälde aussehen soll, hat er bestimmt keinen Spass mehr an der Arbeit, die Kreativität ist ihm genommen und das ist ja das was er eigentlich macht. Sagt man ihm er soll ein Bild von einer Kirche malen, dann hat man ihm zwar gesagt was er tun soll, aber er hat immer noch die volle Freiheit den Kreativen Akt des Schaffens selber durchzuführen. Das gleiche gilt für Programmierer, da ist FBP der Ansatz der sagt “mal mir eine Kirche” und die ganzen anderen Methoden die dazu neigen den ganzen Prozess zu formalisieren nehmen den Leuten einfach den Spass.

Das gute Software, gutes Design eher etwas gefühltes ist stimmt, aber es gibt relativ leichte Kriterien die man hier anbringen kann: Wartbarkeit, Strukturiertheit, Erweiterbarkeit, intelligente Lösungen. Zwar ist das letzte auch wieder ein eher relativer Ansatz, aber auf eine Checkliste lässt sich Kunst auch nicht festlegen.

Daher: Freiheit für Programmierer!

Design happens

Was passiert, wenn man mit seinen Kollegen Freitag Abend ausgeht? Natürlich, man landet in Diskussionen über die Arbeit und das ganze drum herum. Eine der zwei großen Diskusionen gestern Abend ging dann um Feature-based Programming (gibts sogar ein Buch drüber 🙂 ) und das ganze drum herum. Dabei viel dann meine etwas unbedachte Äußerung Design happens, was die ganze Diskusion noch mal um eine Stunde verlängert hat und weil das ganze so viel Spass gemacht hat wollte ich es doch noch mal hier zusammenfassen.

Was heißt also Design happens? Grundsätzlich ist es wie mit den Affen und Shakespeare, nur auf einem anderen Niveau: wenn man eine Menge an guten Programmieren nimmt (ein Projektteam), ihnen sagt was sie tun sollen (die Featureliste), dann entsteht das Design von ganz allein. Ein guter Programmierer sei hier also als jemand der sich auskennt definiert, der Best Practices kennt und eine gewisse Erfahrung mitbringt, also dazu neigt guten, wartbaren und modularisierten Code zu schreiben, weil das richtig ist und mittelfristig den Arbeitsaufwand verringert. Die Position des Architekten und ein Upfront-Design ist also hinfällig. Der iterative Ansatz des Softwaredesigns (die bekannten Stufen) ist also hinfällig, da es bei FBP nicht mal ein Design-Dokument im eigentlichen Sinne gibt. Das Design ergibt sich somit quasi aus und während des Entwicklungsprozesses und wird nicht vorgeschrieben, es passiert einfach.

Was heißt Design happens nicht? Es heißt nicht das das Design unwichtig ist oder einfach so da ist. Das Design wird natürlich von den Entwicklern abgesprochen (“Chinese Parliament”) und basiert auf Vorkenntnissen und Vorarbeit, die allerdings nicht auf einem Stück Papier steht sondern halt aus den Entwicklern an sich kommt.

Im Grundsatz ist es also so, das gute Software nicht durch einen möglichst förmlichen Entwicklungsprozess entsteht, sondern durch Freiheit und klar definierte Aufgaben. Das ganze Drum herum entsteht aus der Notwendigkeit die Aufgaben und somit die Features möglichst gut und ästethisch (aus der Sicht eines Programmierers) zu lösen.

Hamburg Wiki

Weil ich ja so ein vergesslicher Mensch bin und ganz alleine in der großen Stadt muss ich mir ja irgendwie überlegen wie ich mir Merke in welchen Kneipen ich schon Überall war. Abgesehen davon ist es auch ganz praktisch wenn man Besuch hat und sich überlegt was für Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Nachtbeschäftigungen man anbieten kann.

Daher hab ich mir für Hamburg jetzt ein eigenes kleines Wiki angelegt, wo ich das ganze aufschreiben werde. In ungefähr 100 Jahren ist das ganze dann ein richtiger Stadtführer für Hamburg, so lange kann man es glaube ich nur als Anregung etc. benutzen.

Das Hamburg Wiki.