Der richtige Weg?

Geben wir also den Menschen die Wahl und die Freiheit, selbst zu entscheiden, welchen Weg unser Land gehen soll, welchen Staat sie sich wünschen, welchen Stellenwert soziale Gerechtigkeit künftig haben soll und wie viel Solidarität das Zusammenleben in unserem Gemeinwesen prägen soll.

Und genau weil den Menschen dieser Stellenwert der sozialen Gerechtigkeit und diese Tiefe der Solidarität fehlt wird im Herbst ein SPD Kanzler abgewählt. Das ist schon schrecklich, aber immerhin gibt es ja jetzt endlich eine nicht neoliberale Alternative.

3 thoughts on “Der richtige Weg?

  1. SED Nachfolgepartei ist so ein doofes Todschlagargument! Wenn man nicht erlaubt, das Parteien sich politisch und personell weiterentwickeln, dann hätte Deutschland nicht nur nach ’45 ein Problem gehabt. Wenn man nicht glaubt das sich Personen weiterentwickeln hätte Deutschland zumindest mit einem Bundeskanzler und einem Bundespräsidenten großes Pech gehabt, da beide auch NSDAP Mitglieder waren.
    Ferner bin ich immer noch der Meinung das Oskar Lafontaine mit seinem Rücktritt (und das ist das einzige was man ihm ankreiden könnte) einer maximalen Demontage seiner Person und den Werten für die er immer gestanden hat in einer relativ ausweglosen Situation entgangen ist.

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  2. Interessant, wie sich die Argumente zurecht drehen lassen: “Geben wir also den Menschen die Wahl und die Freiheit…” von dejenigen zu hören, die sich vor kurzem mit Händen und Füssen dagegen wehrten, dass dieselbe Bevoelkerung zur europäischen Verfassung auch nur gehört werde.

    Interessant auch, dass jemand, der kein Vertrauen mehr geniesst, Stunden vorher noch 30, 40 Gesetze durchziehen kann.

    Interessant auch, dass jemand, der eine Mehrheit kriegt, um ihm zu misstrauen, noch nicht einmal auf die Idee kommt, diese Mehrheit konstruktiv zu nutzen und ein Recht zur Selbstauflösung des Bundestages zu implementieren. Statt dessen rumtricksen…

    Und zu Herrn Lafontaine, den zurecht jemand vor kurzem die grösste Ich-AG Deutschlands nannte: der hat seine (politischen) Chancen gehabt; er hat sie nicht genutzt und statt dessen den Kram hingeschmissen. Jetzt soll ihn noch jemand wählen, dessen Gedächtnis weit genug in die (recht nahe) Vergangenheit reicht?

    Ich-AG? Ja, die TAZ (der man nun sicher nicht vorwerfen kann, sie sei nicht links) schrieb gerade[1] “Oskar Lafontaine lässt sich Kolumnen bezahlen, die er nicht schreibt.” — von der BILD-Zeitung.

    Hervorragend fasst das ganze Polit-Theater Wiglaf Droste in “Tränen über Laberland”[2] (ebenfalls in der TAZ) zusammen. Vermutlich muss man aber ein gewisses Alter erreicht haben[3], um ihm zustimmen zu können😉

    [1] http://www.taz.de/pt/2005/07/11/a0146.nf/text
    [2] http://www.taz.de/pt/2005/07/09/a0206.nf/text
    [3] http://www.google.de/search?hl=de&q=trau+keinem+ueber+dreissig

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