Punting through Oxford

Bild von Kaddda und Ed

Am Fretag Abend waren wir erst was trinken in einem Pub von dem ich immer noch nicht weiß wie er heißt und danach in einem ziemlichen angesagten asiatischen Noodle Place. Da wir dort mehr oder minder mit Caroline und Co. verabredet waren konten wir die Schlange links liegen lassen. Allerdings hatten die anderen ihr Essen schon bekommen, was dann ein wenig zu verwirrung führte. Die anderen haben dann nämlich irgendwann die Rechnung bestellt, auf der natürlich unsere Sachen dann auch mit drauf waren aber irgendwie war das essen noch nicht da. Als wir das dann dem netten kleinen Asiaten versucht haben zu erklären dachte der erst wir hätten eine Problem damit das die Rechnung nicht getrennt ist aber als er dann irgenwann auf den Trichter kam das wir eigentlich nur unser Essen haben wollen (eine Erkenntnis die man ihm wirklich ansah) rannte er los, verschwand für 30 Sekunden und war dann mit unserem Essen wieder da. Sehr strange, aber auch sehr lustig.
Am Samstag musste ich dann früh (um 7) aufstehen, weil es ja nach Oxford zu Kaddda und Ed ging. Hier in London war das Wetter eigentlich ziemlich gut, aber je näher wir nach Oxford kamen desto nebeliger wurde es. Die Busfahrt war aber im großen und ganzen unspektakulär, diese Überlandbusse scheinen auch im großen und ganzen nur warme Luft durch die gegend zu fahren, weil der Bus ziemlich leer war. Etwas zu früh in Oxford angekommen war die Kaddda natürlich noch nicht am Busbahnhof (warum schreibt man eigentlich nicht Bushof?) aber dank Eva bald einsetzender Ortskenntnisse konnten wir den beiden schon mal entgegengehen. Unsere vorwarnung an der Strassenecke war allerdings etwas spät und wir hatten viel Spass als wir dann quasi schon vorm Haus standen wärend in dem Haus erst die Vorhänge aufgezogen wurden. Langschläfer! Naja, nach einem kurzen Begrüßungstee haben wir uns dann auf in’s Jericho Caffee gemacht, zwecks Frühstück, was ich bis dahin auch nicht hatte. Da haben wir dann ein gutes und gesundes englisches Frühstück zu uns genommen und viel geredet. Der Kaffee da war allerdings nicht so gut. Nach dem Frühstück (12h) sind wir dann ein wenig durch Oxford gelaufen, was sehr schön und sehr alt und sehr traditionsreich aussieht. Um 1 waren wir allerdings mit einem Ex Kollegen von Eva aus Glasgow schon wieder zum Kaffee verabredet, also war das Sightseeing erstmal etwas begrenzt. In dem Coffe Republic habe ich dann wenigstens einen guten Kaffee getrunken und danach sind wir dann mit Giles zusammen zu dem zweiten Teil unseres Oxford zu Fuß tripps aufgebrochen. Erst waren wir bei einem ziemlich coolen markt und danach waren wir in dem College wo Harry Potter gedreht wurde, also zumindest in dem Speisesaal. Nach einem weiteren Spaziergang war das Wetter nun mittlerweile auch wieder ganz gut, daher haben wir uns zum Punting aufgemacht. (Leo.org übersetzt das mit “Stechkahn fahren”, allerdings könnte ich damit auch nichts anfangen, das ist quasi wie in Venedig gondeln fahren, halt nur ohne in Italien zu sein und ohne Kanäle sondern im Fluss in Oxford). Das war sehr Lustig, obwohl ich dazu voll unfähig bin, Ed das natürlich nach 5 Jahren Oxford gut kann und Eva ein Naturtalent ist. Kaddda hat sich auch nicht so schlecht gemacht. Im großen und ganzen war das aber sehr lustig und Gott sei Dank ist keiner ins Wasser gefallen. Fotos gibt es auch.
Nach dem Punting haben wir uns dann noch Ed’s College angesehen. Dort hängt eine Kopie von Leonardo Da Vinci’s Letztem Abendmahl (wie zeitlich passend) und wenn man gerade den Da Vinci Code von Dan Brown gelesen hat dann sieht man das Bild wirklich plötzlich ganz anders. Sehr erschreckend. Nach einem abstecher zum einkaufen haben wir dann bei Kaddda und Ed geckocht, wobei sich “wir” eigentlich auf Kaddda und Ed erschöpft hat weil sowohl Eva als auch ich von dem ganzen rumgelaufe ziemlich fertig waren. Es gab leckere Spaghetti mit Sauce und Wein. Nach dem sehr üppigen essen haben wir uns noch ein wenig ausgeruht und sind dann noch in den Pub um die Ecke gegangen und haben IPA getrunken, das für India Pale Ale steht, ein Bier das von einer lokalen Brauerei früher immer nach Indien exportiert wurde. Von dem Pub sind wir dann direkt zu dem Busbahnhof gegangen wo mich dann Micheal (mein Landlord) anrief um mich zu fragen wann ich denn nach hause komme weil er die Schlösser ausgetauscht hat. Sowas kann einen schon ein wenig verwirren. Irgendwie waren nämlich die beiden Koreanerinnen spontan ausgezogen und hatten nur einen Schlüssel da gelassen, woraufhin dann Michael for security reasons das Schloss ausgewechelt hat. Die Rückfahrt war sehr müde und es hat mal wieder Stunden gedauert bis ich endlich zu Hause war, weil kein Bus kam. Bin ich froh das ich bald wieder in einem Land bin wo man vorhersagen kann wann die Busse kommen. Auf jeden Fall bin ich dann doch reingekommen, der Australier hat mich reingelessan und Michael sprang da auch noch irgendwie rum und hat mir nen neunen Schlüssel gegeben.
Den Sonntag hab ich mehr oder minder vor dem Fernseher verbracht weil der Tag in Oxford schon sehr schön aber auch anstrengend war und ich eh nichts besseres zu tun habe. Das war also mein letztes Wochenende in England, denn am Samstag, 26. März 2005 um 10:20 lande ich ja schon wieder in Köln/Bonn.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s