Leben in T.O.

Leben ist schon teuer. Vor allem wenn man sich immer erst alles kaufen muss, wie z.B. einen Topf damit man sich was zu Essen kochen kann. Wir waren heute shoppen, nachdem wir in einem sündhaft teuren Internetcafe (5,50 $ für 1,5 Stunden) unsere Notebooks angeschlossen haben. Damit konnte ich dann auch mal meinen ersten Beitrag veröffentlichen. So schnell werden wir das allerdings nicht mehr machen, das kostet einfach zu viel. Dann sind wir zur Dufferin Mal gefahren, zum ersten mal mit der TTC nach einem Jahr🙂, und ich hab mir erstmal neue Bücher gekauft, weil den sehr guten Follett hab ich schon durch. Da da gerade so ein Ausverkauf war und es massig Bücher für 3 $ gab hab ich erstmal so richtig zugeschlagen. Neben so schönen neuen Sachen wie Kings „Dark Tower“ Saga 1 und 2 und einem neuen Tom Clancy – „NetForce“ hab ich mir auch noch paar Klassiker gekauft, namentlich „Planet Of The Apes“, „Brother of Sleep“ und Shakespeare’s „As You Like It“. Kann mich gar nicht entscheiden was ich zuerst lesen soll. Danach haben wir bei No Frills noch Lebensmittel und so Kram gekauft. Jetzt haben wir zwar Ravioli aber keinen Topf🙂. Milch ist übrigens wie Käse hier in Kanada sehr teuer, von wegen keine Subventionen und so. Dafür ist aber Fleisch sehr billig. Dann haben wir noch Versuch 537 unternommen, Internet aufs Zimmer zu bekommen, obwohl mir langsam echt Zweifel kommen, ob sich das lohnt. In der YorkU haben wir auf jeden Fall WLAN und wenn wir dann eh die meiste Zeit da verbringen….
Naja, auf jeden Fall war es so das der nette Bell Mann uns gesagt hat das wir erstmal Telefon brauchen (24 $ pro Monat), dann kommt Hi-Speed Internet (hat man hi nicht früher mal mit GH geschrieben?) für 44 $ pro Monat dazu, wobei der erste Monat frei ist, die nächsten drei zum halben Preis und dann verlasse ich das Land🙂. Ich hab aber immer noch nicht verstanden ob es hier sowas wie Mindestvertragslaufzeiten nicht gibt oder ob sie es nur so klein schreiben das ich es nicht mitbekomme. Das macht dann halt 64 $ im Monat, wobei wir beide uns das dann teilen würden. Das macht dann nur noch 32 $ pro Person. Internet im Café kostet so um die 3 $ die Stunde, das mal 30 Tage sind schon 90 $. Wenn dann allerdings der YorkU Faktor dazukommt?!?
Das Geheimnis um den ersten unserer Mitbewohner für die nächsten Monate hat sich mittlerweile auch gelüftet…. er ist Este! Kanadier gibt es hier eh nicht. Allerdings ist er schon im dritten Jahr und studiert sowas wie Architektur, zumindest stammt ein etwas komisches Brückenmodell, das bei uns in der Küche steht, auch von ihm.
Einen Topf und den dazugehörigen Kochlöffel können wir dank Honest Ed’s auch endlich unser eigen nennen. Das Internetproblem könnte sich auch endlich gelöst haben, da der nette Este sich einen Internetzugang legen lassen wollte und dem Angebot das ganze durch drei zu teilen kann wohl keiner widerstehen. Der Este war übrigens den ganzen Tag damit beschäftigt seine Sachen wieder zu bekommen. Seine Bücher – drei Kisten voll, jetzt weiß ich warum auf unserem YorkU kosten Zettel was von 3000 $ für Books steht – hatte er im Keller des Tartu eingemottet, den Rest bei einer befreundeten, estischen, Professorin😉.
Sonst hab ich den Tag mit dem redesign der thiesen.org Frontpage verbracht und mich gewundert warum das WordPress nicht auf meinem Notebook läuft, damit ich außer „blau“ noch was an dem Design ändern kann. Am Abend haben wir dann auf der Treppe die beiden deutschen vom Flughafen bzw. Taxi wieder getroffen und uns über die kanadischen Eigenheiten und den Rest der Welt ausgetauscht. Dabei hat es übrigens die ganze Zeit geregnet. Komische Sachen die Torontonians machen sind auch beim Fahrradfahren zu beobachten. Gestern hab ich jemanden mit elektro Licht auf dem Helm gesehen und eine mit Mundschutz, wahrscheinlich wegen der Abgase. Beim Regen fuhr dann jemand mit einem Regenschirm als Hut an uns vorbei. Mit den beiden Deutschen sind wir dann auch ins Paupers aufgebrochen, das kurz vor dem Honest Ed’s auf der gleichen Strassenseite liegt. Wie es der Teufel so will hat sich der Regen auf dem Weg natürlich noch verstärkt. Also waren wir klitschnass und Gott sei Dank hat das Pauper’s auch Air-Conditioning😦. Somit war es auch noch kalt. Drei Guinness später und außerdem 20 $ ärmer haben wir uns dann auf den Rückweg ins Tartu gemacht. Auf der Treppe war noch Hi-Life (😉 ), daher haben wir da auch noch ein wenig Zeit verbracht. Als Buch für die nächsten Tage hab ich mich übrigens für Tom Clancy’s Net Force entschieden. Die ersten Seiten gefallen mir aber noch nicht so sehr, das liegt aber wahrscheinliche eher daran das so jemand wie ich nicht das Internet Crime Buch von einem Amateur lesen sollte.
Unser Este heisst übrigens Madis.

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