Danke 20th Century Fox!
Danke dieses wunderbaren Filmverleihs/Verlegers/Konttolfreakkonsortium hatte ich grade den komischsten Kinoabend meines Lebens.
Man denkt das die etwas dürftigeg Reaktion unserer westlichen Demokratien das Problem für Frieden, Freiheit und Rechte auf dieser Welt ist, aber nein, Copyrights sind die wirklich fühlbaren Gründe für Einschränkungen in unserem Alltag.
Dazu ein kleines Beispiel:
Soll Situation:
Man verabredet sich mit einem Freund zum Sneaken, geht sich gemütlich eine Stunde vorher die Karte holen, geht noch was essen, setzt sich ins Kino, lässt sich überraschen und schaut den Film und lässt dann gemütlich den Abend ausklingen.
Ist Situation:
Man kommt vom Essen und steht erstmal in einer Schlange die bis aus dem Kino reicht. Warum? Weil die netten leute von 20th Cenutry Fox sich überlegt haben die Moderne Form einer Razia ins Kino zu verlegen, präventiv halt und einen Metalldetektor vor den Eingang des Kinosaals gestellt haben. Dazu noch ein paar nette Leute in Schwarzen anzügen, die eine Leibesvisitation durchführen. Dazu passend die groß aufgestellte Pauschabeschuldigung: “Wir gehen zwar nicht davon aus das sie böse sind, aber sie verstehen doch sicher das wir etwas gegen Videopiraterie machen müssen” (so oder in etwa Stand es auf dem großen, natürlich 20th Century Fox gebrandeten Aufsteller, weil man ist ja stolz auf sich). Ferner gilt: keine Handys, MP3 Player, Kameras, etc. (schade nur das die Jungs nicht wussten das das Grindel gar keine Gaderobe hat, was das “vorher abgeben an der Garderobe” für sie zu etwas mehrarbeit machte. Die vielen rumstänkernden Leute sowieso. Dann fängt daher der Film auch noch mit 20 Minuten Verspätung an. Dafür darf man sich dann aber im dunkeln auch noch von den netten Herren, die ihren eigenen Kontrollen nicht glauben, mit Nachtsichgeräten betrachten lassen.
Wenn ich es nicht eh nicht gewusst hätte hätte ich mich wirklich gefragt in was für einem Film ich bin.
Das ich so nen Hals habe ist wohl klar, das erklärt auch das posting hier. Welche Marketingabteilung die Idee hatte die zahlenden Kunden wie Kriminelle zu behandeln frage ich mich eh. Das ist fast so schlimm wie in die U.S.A. einreisen (mit Foto und Fingerabdruck, habe ich auch schon gemacht).
Also dieser Filmverleih ist jetzt erstmal unten durch. Schade.
Boiler gut, alles gut
Hier also die letzten News aus dem Hochwassergebiet in Norden: es war nicht das Rohr sondern der Boiler des netten Menschen über mir, der sich überlegt hat kaputt zu gehen und anstelle von wie es sich gehört die Küche meines Mitbewohners zu überschwemmen hat sich das Wasser lieber den Weg durch meine Decke gesucht. Scheiß Schwerkraft! Heute war dann ein Klemptner da (der den größeren Teil des Tages mit der Quest “Finde Schlüssel für Wohnung über mir” zugebracht hat, warum mein Vermieter keine Wohnungsschlüssel hat ist mir schleierhaft) der auch relativ schnell den Boiler oben als Corpus Delicti identifiziert hat (abgesehen davon hat er mir einen kleinen Sprint von der Firma nach Hause plus Rückweg beschehrt, da hab ich dann auch endlich festgestellt das schönes Wetter draußen ist). Hatte den Vorteil das er nicht meine Wand oder Decke aufstemmen musste, was ich dann doch als positiv empfunden habe. Was mit meiner bestimmt durchnässten Decke ist weiß ich noch nicht, aber ohne Küche kann ich notfalls etwas leben.
So, jetzt kann ich auch endlich spülen… und meine Handtücher muss ich waschen, die hab ich allesammt für das Auffangen des doch etwas gelblichen Wassers benutzt. Dafür kann ich aber morgen wieder duschen.
Dinge die einem den Sonntag versauen
Erstmal ein Such- und Ratebild:

Was ist das? Ein Deckenfluter ;-).
Also, was ist passiert: ich wollte doch nur was zu Essen kochen… dann kamen komische Geräusche aus der Küche, verdampfendes Wasser auf heißer Platte. Dummerweise hatte ich das Wasser erst grade angemacht. Also mal nachgeschaut, da kam Wasser aus meiner Dunstabzugshaube. Erstmal dem unwahrscheinlichen Fall nachgegangen das das nicht Kochende Wasser in dem Topf darunter irgendwie hochgespritzt ist und wieder runtertropft. Dann hab ich dummerweise gesehen das das Wasser auch aus meiner Decke kommt, also an den Ecken. Da wurde mir dann schon ein wenig anders. Dann kam der tolle Hollywood Effekt das auch Wasser aus meiner Lampe kam, die noch an war, es zischte aber sie blieb an. Also erstmal Sicherung raus und was macht man dann? Genau, man bekommt Panik. Erstmal Wasser in meiner Wohnung abgestellt, hatte aber leider keinen Effekt. Da kam das Wasser schon in Strömen aus meiner Lampe. Also erstmal was druntergestellt, alles was ich so an Schüsseln und Töpfen da hatte. Mehr Wasser, mehr Panik. Also erstmal fragen ob der nette Herr in der Wohnung über mir vielleicht Swimmingpool spielt. Der war aber nicht da. Hausmeister anrufen war mein nächster Gedanke, da ermangelte es mir aber an einer Nummer. Nächstes Problem: das Haus gehört einer Firma, mein Vermieter ist eine Firma und die sind Sonntags nicht so aktiv. Also bin ich dem Hausmeistergedanke weiter nachgegangen aber musste feststellen das ich ganz alleine im Haus bin. Mist. Also mal im Vorderhaus fragen. Bei der 10ten Wohnung (wo sind alle Leute Sonntags) hab ich endlich mal jemanden gefunden der mir ne Handynummer gegeben hat. Angerufen, Problem geschildert (”Da kommt Wasser aus meiner Decke”) und mir angehört das er für das Gebäude nicht mehr zuständig ist. Da dämmerte es mir das ich vielleicht mal sowas wie einen Klemptner Notdienst anrufen sollte. Dummerweise funktioniert mein Gehirn unter diesen Bedingungen nur eingeschränkt und mir fiel natürlich keine Auskunftsnummer ein. Also zurück zum Plan vorher und meine Vormierterin angerufen. Die erreichte dann mal wenigstens sowas wie meinen Vermieter und dann war die Ansage alles tun damit es aufhört (als wenn das nicht schon vorher mein Plan gewesen wäre). Also die 11833 angerufen (”Ich brauch nen Klemptnernotdienst in Hamburg”), Nummer bekommen, weiterleiten ging nicht. Also angerufen und mal wieder mit jemanden telefoniert der sich nicht zuständig fühlte. Aus dem die Nummer des Notdienstes rausgeholt, da angerufen, ging keiner ran. Also da ging es mir schon anders (das ich zwischenzeitlich immer noch Schüssel geleert habe ist wohl klar, ich wollte ja nicht das meine Küche komplett unter Wasser steht). Wieder den Typen der nicht zuständig war angerufen und der hat dann seinen Kollegen endlich bekommen. Also war schon mal jemand unterwegs. (Das war so gegen 17h, da lief das Wasser schon über eine dreiviertelstunde aus meiner Decke). Es kommt hilfe… das beruhigt dann etwas. Nächster Gedanke: Hauptanschluss abstellen. Wenn man nur wüsste wo der ist. In den Keller, festgestellt das es da auch aus der Decke tropft (in meinem Bad auch), aber der Hausanschluss weit und breit nicht zu sehen. Weitersuchen. Dann bin ich auf den rettenden Gedanken gekommen in die Metallkästen unten im Flur zu schauen, das Problem war nur das die mit einem viereckigen Ding verschlossen sind und ich keine Zange besitze. Also irgendwas Werkzeugtechnisches gesucht und unter größten Anstrengungen das Ding aufgebrochen. Und siehe da, ein Hauptanschluss. Zugedreht, Wasser im Waschbecken laufen gelassen, wurde weniger also erfolg. Das war dann schon so gegen 17:30. Bis es aufgehört hat aus meiner Decke zu fließen war es dann auch 18h. Der Notdienst kam um 18:30 (!) und konnte ja nur noch feststellen das jetzt kein Wasser mehr läuft. Alles andere morgen. Mein armes Herz. Es topft immer noch aber meine Küche ist jetzt wieder einigermaßen trocken. Was lernen wir daraus? Immer eine Zange haben und immer wissen wo der Hausanschluss ist. Es gibt sowas wie Rohrbrüche. Was gegessen hab ich immer noch nicht. Aber jetzt brauch ich erstmal ein Bier. (Das Foto ist übrigens entstanden nachdem ich das Wasser abgestellt hatte, das lief also vorher noch stärker).
Wieder abschließend angeschlossen
So, nach über einem Monat Blog abstinenz juckts mir jetzt ein wenig in den Fingern. Aber ich bin wieder da, mit Internet sogar :-).
Fangen wir mal am Anfang an. Vor etwas mehr als einem Monat hab ich also die Übergabe für meine Wohnung gemacht (merken: vorher die Modalitäten der Kaution klären und ja, man bekommt 1.400 € aus einem EC Automaten) und hab die ersten Nächte auf einer Luftmatratze in einer komplett leeren Wohnung verbracht. Hatte aber auch was für sich. Nach einer knappen Woche war dann Umzugstag und obwohl ich noch ein wenig von Kollege Oles Party mitgenommen war (vor allem von dem Taxifahrer: gut das se so jung aussehen, normalerweise hauen die Kollegen immer auf den teuren Tarif wenn se Mittelweg hören) ging das Ausladen meiner doch geringen Habseligkeiten die man mir dankenswerterweise nach Hamburg geschafft hat doch ganz schnell. Danach noch schnell zu IKEA, neues Bett, Schrank, Couch, etc. besorgen und der Rest des Tages wurde geschraubt. Denn darauffolgenden Sonntag habe ich auch mit schrauben und bohren verbracht und obwohl es nicht so angenehm ist ohne Staubsauger löcher in eine Backsteinwand zu bohren (man ist danach ziemlich rot) bin ich Stolz darauf das ich meine Rolläden und meine Küchenlampe selber angebracht habe. Es ist sowieso total faszinierend worüber man sich alles freuen kann wenn man seinen ersten eigenen Haushalt führt, z.B. über den Erwerb einer Klobürste, eines Besens, eines Toasters und eines Wasserkochers. Dann fehlte nur noch etwas Dekoration und man sollte wenn man sich bei allposters.com was bestellt auf jeden Fall auf die Maße achten, weil sonst bezahlt man 20 € für nen high quality “etwas größer als A4″ printout. Das ist also auch erledigt. Fehlen noch so unwichtige Dinge wie ein Staubsauger. Nen Wäscheständer hab ich schon mal. Naja, auf jeden Fall ist meine Wohnung jetzt sehr schön, ich bin auch immer noch froh darüber das ich die Wandfarbe behalten habe. Dann ging das Telefonproblem los: wegen der Abwesenheit der Türschilder die eigentlich in “den nächsten Tagen” dasein sollten bouncte erstmal meine Auftragsbestätigung, was ja nicht weiter schlimm gewesen wäre, da man die sich nach etwas überzeugungsarbeit (”nee, die Adresse gibts nicht”, “doch, ich geh da jeden Tag hin” ) auch in die Firma schicken lassen kann. Dummerweise kam dann auch mein Technikertermin an die Firmenadresse und zwar an dem Tag an dem er war. Da wars dann etwas spät. Also neuen Termin ausgemacht, ne Woche später. Den Tag zu Hause brav gearbeitet, weil Termine in 8 Stunden Intervallen sind ja unabdingbar (”der kommt dann zwischen 8 und 16h zu ihrnen”) und dann um 15:55 festzustellen das der Techniker die Bedienung meiner Klingel nicht beherrschte und angeblich um 14:55 da war. Es kann natürlich auch sein das ich in der weite meiner 34m² Wohnung die schrille Klingel, die man durchs ganze Haus hört nicht wahrnehmen konnte. Dummerweise hatte er gemeldet das alles OK war, wovon sich dann auch die lieben Menschen von Hansenet nicht abbringen ließen. Also ein wenig telefoniert, von da an war mein Anschluss offiziell gestört. Zwei Tage später noch mal angerufen, “ah sie melden sich auf die SMS die wir ihnen geschickt haben”, “nein, hab ich nicht bekommen” (Störungstermine gehen sogar in 4 Stunden Auflösung), nen Vormittag zu Hause verbracht um auf nen Techniker zu warten der nicht kam. Ausnahmsweise mal bei der Hotline angerufen und da da keiner feststellen konnte was passiert ist (”sie hatten sich am Samstag ja auf ne SMS gemeldet, das ist hier der letzte Eintrag” *seufz*) einfach mal gewartet. Tags drauf telefoniert, dem netten Menschen freundlich aber bestimmt gesagt das ich nicht wieder einen 4 Stunden termin haben will und plötzlich gings mit Anruf vorher. Das der Anruf dann nicht kam brauch ich ja nicht zu erwähnen, allerdings kam um kurz vor 19h einer, “Sie hatten heute nen Termin zum entstören”, “Ja, ihr Kollege hat gesagt er ruft vorher an”, “Das gibts nicht”. Naja, allerdings erbarmte er sich dann und machte einen Termin für heute und siehe da, alles geht, wenn man den Anschluß schaltet. Das hat halt etwas gedauert.
Was gibts sonst noch erwähnenswertes? Ich hab mal wieder Karneval verpasst, aber nächstes Jahr pack ichs bestimmt, den Deutschen Perl Workshop konnte ich auch nicht mitnehmen. Dafür war ich Karnevals-Freitag in Bremen auf ner Firmenparty, das war auch recht unterhaltsam, vor allem der Rückweg. Ansonsten hab ich nach Ostern die Woche Urlaub und werde mich ab Karfreitag bis weißen Sonntag in Bonn aufhalten. Das erste Projekt habe ich jetzt fast durch, das zweite läuft auch schon, Arbeitstechnisch ist alles bestens und ich hab so viel gelernt und gemacht in den letzten Monaten das ich mich wundere wofür ich überhaupt studiert habe, weil irgendwie hat das gar nicht viel damit zu tun. Vor allem das was man neben dem Programmieren macht ist unglaublich spannend und vor allem neu.
Viel mehr gibts erstmal nicht zu melden, abgesehen davon das draußen 20 cm Schnee liegen, was ich noch nie vorher gesehen habe. Alles schön weiß, wie gut das ich das Haus nicht verlassen muss.
Ein ganz normaler Samstag in Hamburg
Größstädte sind schon unterhaltsam. Also eigentlich war der Abend ja als etwas ruhiger geplant. Ich hatte mich am Freitag Abend mit Kathrina, Christians Besuch, zum Filmgucken verabredet, weil ich sonst keinen hier kenne der mit mir in den vermeindlichen Mädchenfilm “Die Geisha” gehen würde. Aufgrund von Ortsunkundigkeitverpeilung standen wir aber erst an der Kinokasse als unsere Reservierung schon lange verfallen war und es wurde dann “München”. Ein eigentlich sehr guter Film, den man allerdings wohl auch mehrfach schauen muss um die Message wirklich zu bekommen und der eindeutig ein eher verwirrendes, niedergeschlagenes Gefühl hinterlässt. Nichtsdestotrotz wollten wir nach diesem filmischen Meisterwerk
natürlich noch ein wenig Spass haben und haben uns daher ins Schanzenviertel begeben. Auf der U-Bahn fahrt dorthin kam es dann aber doch zu einer Begegnung der dritten Art. Auf Kathrinas Beschwerde über Christians Gesichtshaarzustand tippte es mir plötzlich auf die Schulter und eine nette junge Dame interessierte sich sehr stark für unsere Rasiekünste … es ging nur nicht wirklich ums Gesicht. Daraus entstand eine lustige Unterhaltung mit dieser Dame, die allerdings auch irgendwie chemisch ihren Gemütszustand verändert hatte. Zumindest war sie Bauchtänzerin, hatte aber den Abend frei und wo sie arbeitet (und wo sie Körperbehaarung hat, bzw. nicht) weiß ich jetzt auch :-). Irgendwie hatte ich aber trotzdem eher den Drang zum Weglaufen …. :-). Gut das Christian diesen Höhepunkt des Abends auch noch bildlich festgehalten hat.
Walk The Line
You’ve got a way to keep me on your side
You give me cause for love that I can’t hide
For you I know I’d even try to turn the tide
Because you’re mine, I walk the line
Also gestern hat sich die Grindelsneak richtig gelohnt, ich war und bin es immer noch absolut begeistert. Der Film würde es sofort auf die Liste meiner Lieblingsfilme machen, wenn ich nicht der Meinung wäre das ich ihn dafür noch mal sehen muss.
Also, es geht um Johnny Cash. Der Plot ist relativ einfach erklärt: Johnny, aus einer eher bescheidenen und nicht so freundlichen Farmerfamilie, geht zur Air Force und schreibt ein paar Lieder. Wieder daheim (er war in Deutschland), heiratet er seine Jugendliebe, sie haben ihr erstes Kind und Johnny arbeitet mit geringem Erfolg als Vertreter. Kurz bevor alles zusammebricht schafft er es mit eben einem solchen Air Force Song einen Studioboss zu überzeugen und der Aufstieg (bzw. Abstieg) beginnt. Alle ist so wie man es sich vorstellt, es kommen Drogen und Groupies ins Spiel und der Untergang ist unvermeidlich. Durch seine große Liebe, June Carter, gespielt von einer fabelhaften Reese Witherspoon, wird dann am Ende doch alles gut.
So kitschig das hier klingt, es it einfach nur wunderbar, weil eben diese Liebe nicht nur die Rettung ist, sonder auch der Untergang. Diese Liebe ist einfach absolut und stellt sich gegen die gesellschaftlichen Normen, die eigene Frau und vor allen Dingen auch durch ihre Unerfülltheit gegen Johnny selber. Trotzdem ist sie wunderbar und wird auch so dargestellt, wunderbar untermalt von Johnny Cash Songs die auch Textmäßig immer zur rechten Stelle kommen, nie langweilig werden und einfach passend sind. Man sollte den Film daher wahrscheinlich unbeding im Original sehen.
Das es ein Happy End gibt ist keineswegs klar, weil es ja eine wahre Geschichte ist und auch die Art und Weise der herangehensweise an dieses Happy End ist nicht wirklich schnulzig, sondern macht einfach nur Hoffnung und hinterläßt nicht den faden Beigeschmack den man bei ähnlichen Filmen oft hat, wo man sich fragen kann ob die gerade so frisch Zueinandergefundenen sich nicht doch in drei Monaten wieder trennen.
Dazu kommen wunderschöne Bilder, ich muss den Film alleine deswegen noch mal schauen weil ich nicht weiß wie der Regisseur (James Mangold) es geschafft hat in einer Menge von kreischenden 50er Teenies jemanden so heraus zu stellen das man sieht das sie der Ursprung des Sündenfalls wird. Um es noch mal zu sagen, Reese Witherspoon hat mir besonders gut gefallen, die Rolle passt aber auch sehr gut zu ihr und sie kann über die Entwicklung des Filmes zeigen was sie tatsächlich drauf hat. Auch Joaquin Phoenix als John R. Cache Cash ist ein guter Darsteller und sorgt dafür das man den Film für authentisch hält.
Also wenn man einen Film gesehen haben sollte, dann diesen auf jeden Fall. Ich muss jetzt auf jeden Fall mich mal ein wenig mehr mit seiner Musik beschäftigen.
At my door the leaves are falling
A cold wild wind has come
Sweethearts walk by together
And I still miss someoneI go out on a party
And look for a little fun
But I find a darkened corner
because I still miss someoneOh, no I never got over those blues eyes
I see them every where
I miss those arms that held me
When all the love was thereI wonder if she’s sorry
For leavin’ what we’d begun
There’s someone for me somewhere
And I still miss someone
Artists happen
Da schriebt man einmal einen kleinen Beitrag zum Thema Software Engineering und dann bekommt man direkt von allen Leuten Feedback und dazu muss man dann auch noch was schreiben.
Der liebe Herr Kirsch schreibt in seinem Blog unter dem Titel “Freiheit für Programmierer?” zwar einen interessanten Punkt, der allerdings nicht wirklich was mit dem zu tun hat was ich sagen wollte, bzw. ist der Kontext nicht richtig. FBP sagt nichts über Design aus, bzw. schreibt es keinen klassischen Weg für das Design vor. In diesem Kontext ist auch das Design Happens zu verstehen, was anscheinend funktioniert.
Die Wunderkinderaussage sehe ich etwas differenzierter. Ich bin nämlich nicht der Meinung das ein guter Programmierer mit Mozart zu vergleichen ist. Gute Programmierer kommen viel öfter vor als man denkt, das Problem ist nur das sie ihre Fähigkeiten, ihr Handwerk, durch die oftmals viel zu strikten und formalisierten (vielleicht ist das daran wirklich die Wissenschaft Informatik) Entwicklungswege nicht wirklich einsetzen können. Zu strikte Arbeitswege nehmen einem den Spass an der Arbeit, wenn man seine Kreativität nicht ausleben kann demotiviert das und daraus ergeben sich die Zahlen die Herr Kirsch abschließen nennt. Motivierte Programmierer, die Spass haben und sich nicht durch einen haufen Dokumente wühlen müssen um eine Zeile Code zu schreiben machen gute Arbeit weil sie das machen können was sie wollen: Programmieren.
Die Abschließende Frage, ob die Programmierer einfach nicht genug Freiheit hatten, kann ich klar mit einem Ja beantworten. Wie liefern immer pünktlich aus, zu garantierten Zeitpunkten. Also scheint der formale Weg, der ja ach so gut sein soll, nicht dazu zu führen was Herr Kirsch behauptet, nämlich nicht gute Programmierer zu solchen zu machen.
Aus einer ganz anderen Richtung kommt Lehs Artikel am “Anfang war das Wort“, der sich eher mit der Frage auseinandersetzt was gute Software und ästethik in diesem Sinne bedeutet. Hier kommt glaube ich auch der Freiheitsaspekt wieder zum tragen. Wenn man einem Maler bis auf den Pinselstrich sagt wie ein Gemälde aussehen soll, hat er bestimmt keinen Spass mehr an der Arbeit, die Kreativität ist ihm genommen und das ist ja das was er eigentlich macht. Sagt man ihm er soll ein Bild von einer Kirche malen, dann hat man ihm zwar gesagt was er tun soll, aber er hat immer noch die volle Freiheit den Kreativen Akt des Schaffens selber durchzuführen. Das gleiche gilt für Programmierer, da ist FBP der Ansatz der sagt “mal mir eine Kirche” und die ganzen anderen Methoden die dazu neigen den ganzen Prozess zu formalisieren nehmen den Leuten einfach den Spass.
Das gute Software, gutes Design eher etwas gefühltes ist stimmt, aber es gibt relativ leichte Kriterien die man hier anbringen kann: Wartbarkeit, Strukturiertheit, Erweiterbarkeit, intelligente Lösungen. Zwar ist das letzte auch wieder ein eher relativer Ansatz, aber auf eine Checkliste lässt sich Kunst auch nicht festlegen.
Daher: Freiheit für Programmierer!
Design happens
Was passiert, wenn man mit seinen Kollegen Freitag Abend ausgeht? Natürlich, man landet in Diskussionen über die Arbeit und das ganze drum herum. Eine der zwei großen Diskusionen gestern Abend ging dann um Feature-based Programming (gibts sogar ein Buch drüber
) und das ganze drum herum. Dabei viel dann meine etwas unbedachte Äußerung Design happens, was die ganze Diskusion noch mal um eine Stunde verlängert hat und weil das ganze so viel Spass gemacht hat wollte ich es doch noch mal hier zusammenfassen.
Was heißt also Design happens? Grundsätzlich ist es wie mit den Affen und Shakespeare, nur auf einem anderen Niveau: wenn man eine Menge an guten Programmieren nimmt (ein Projektteam), ihnen sagt was sie tun sollen (die Featureliste), dann entsteht das Design von ganz allein. Ein guter Programmierer sei hier also als jemand der sich auskennt definiert, der Best Practices kennt und eine gewisse Erfahrung mitbringt, also dazu neigt guten, wartbaren und modularisierten Code zu schreiben, weil das richtig ist und mittelfristig den Arbeitsaufwand verringert. Die Position des Architekten und ein Upfront-Design ist also hinfällig. Der iterative Ansatz des Softwaredesigns (die bekannten Stufen) ist also hinfällig, da es bei FBP nicht mal ein Design-Dokument im eigentlichen Sinne gibt. Das Design ergibt sich somit quasi aus und während des Entwicklungsprozesses und wird nicht vorgeschrieben, es passiert einfach.
Was heißt Design happens nicht? Es heißt nicht das das Design unwichtig ist oder einfach so da ist. Das Design wird natürlich von den Entwicklern abgesprochen (”Chinese Parliament”) und basiert auf Vorkenntnissen und Vorarbeit, die allerdings nicht auf einem Stück Papier steht sondern halt aus den Entwicklern an sich kommt.
Im Grundsatz ist es also so, das gute Software nicht durch einen möglichst förmlichen Entwicklungsprozess entsteht, sondern durch Freiheit und klar definierte Aufgaben. Das ganze Drum herum entsteht aus der Notwendigkeit die Aufgaben und somit die Features möglichst gut und ästethisch (aus der Sicht eines Programmierers) zu lösen.
Hamburg Wiki
Weil ich ja so ein vergesslicher Mensch bin und ganz alleine in der großen Stadt muss ich mir ja irgendwie überlegen wie ich mir Merke in welchen Kneipen ich schon Überall war. Abgesehen davon ist es auch ganz praktisch wenn man Besuch hat und sich überlegt was für Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Nachtbeschäftigungen man anbieten kann.
Daher hab ich mir für Hamburg jetzt ein eigenes kleines Wiki angelegt, wo ich das ganze aufschreiben werde. In ungefähr 100 Jahren ist das ganze dann ein richtiger Stadtführer für Hamburg, so lange kann man es glaube ich nur als Anregung etc. benutzen.
Es gibt Kölsch
Ratet mal was ich gerade im Spar um die Ecke gefunden habe? Neben Wasabi Peas und den tollen Keksen deren Name mir gerade entfallen ist hat dieser gut sortierte Supermarkt auch Früh! Hamburg ist doch toll (auch wenn das ganze 99 ¢ die Flasche kostet).
Wir haben nämlich heute Abend “Drink & Drive” gemacht, was das ist gerne im persönlichen Gespräch :-).
Sneaken in Hamburg
Nach meinem ersten Arbeitstag gestern war ich, obwohl ich eigenltich ziemlich müde war, noch in diesem tollen Kino in Hamburg mit Christian in der englischen Sneak. Das ganze lief etwas anders ab als die doch ziemlich Arbeitnehmerfreundliche Uhrzeit von 20:15 hätte erwarten lassen. Zuerst wurde man mit etwas Kino üblicher Werbung beglückt, danach gab es erst mal eine gute halbe Stunde Pause, woraufhin es nochmal eine bunte zusammenstellung auch nicht mehr so frischer Kinotrailer zu sehen gab. Nach diesem Ereignis gab es noch eine kleine Showeinlage mit Versteigerung alter DVDs und “Chips in die Menge gewerfe”, was mir auch noch nicht so geläufig war. Außerdem wurde der Sieger des Film eratens gekürt, an dem man wohl auf der Homepage teilnehmen kann. Da allerdings nur 2 Teilnehmer von 100 den Film eraten hatten war das ganze schon nicht mehr so vielversprechend.
Zu sehen gab es dann schließlich “The Dark“, ein etwas komischer Horror Schocker, der mit ziemlich geschmacklosen Szenen und den üblichen Schockeffekten versucht gut zu sein, ist es aber nicht. Die Story ist also eher mittelmäßig. Ich muss allerdings zugeben das ich das Ende auch nicht komplett verstanden habe. Aus dem Kino raus war ich dann also trotzdem erst um 23h.
In other News ist es schrecklich kalt in Hamburg und ich werde müdigkeitsbedingt heute mal richtig früh ins Bett gehen.
Aus Hamburg
So, jetzt bin ich weg. Also eigentlich bin ich ja da, nämlich in Hamburg. Morgen ist mein erster Arbeitstag und da bin ich ja mal mächtig gespannt drauf. Viel mehr gibts eigentlich nicht zu berichten.
So wie es aussieht ist der nächste öffentliche Termin wo ich wieder in Bonn bin Karneval, also das letzte Februarwochenende.
Unter Dach und Fach
So, ich hab endlich eine Wohnung gefunden. Zwar erst zum 1.2.2006, dafür habe ich aber auch schon für die 3 Wochen im Januar die mir dadurch fehlen schon eine Zwischenmietmöglichkeit gefunden und alles ist organisiert. Ab Februar ‘06 ist dann meine neue Adresse: Mittelweg 44a in 20149 Hamburg Havestehude.
Jetzt bin ich wieder in Bonn und freue mich darüber das ich dadurch im Januar noch eine ganze Woche in Bonn habe, am 8.1. gehts dann endgültig nach Hamburg, weil ich am 9.1 Anfange. Die nächsten Tage werden auch nicht weniger Ereignisreich: neben den üblichen Weihnachtsaktivitäten bin ich ab Dienstag früh in Berlin, da bleibe ich dann bis zum 1. Januar, dann gehts zurück nach Bonn, Sachen in Kisten packen und dann halt am 8. wieder nach Hamburg.
Immer noch Obdachlos
Tja, scheint so als wenn meine erste Runde nicht so erfolgreich gewesen ist. Zumindest habe ich nur absagen bekommen. Da ich diese Woche viel zu wenig Lust viel zu tun habe werde ich erst nächste Woche nochmal versuchen ein Domizil in Hamburg zu finden. Ich werde dann nächste Woche aber meine Parameter von “WG” auf “WG und eigene Wohnung” erweitern, ich habe keine Lust das alles auf den letzten Drücker in der ersten Januarwoche zu machen.
Back to Bonn
So, die Wohnungssuche in Hamburg habe ich am Dienstag erstmal beendet, um zum einen die noch ausstehenden Entscheidungen abzuwarten und zum anderen mit der Kad³a in ihren Geburtstag zu feiern.
Das ganze ist eigentlich ganz gut gelaufen. Am Montag habe ich mir halt 3 WGs nochmal angesehen und noch auf die WG von Samstag gewartet. Die erste WG war zwar ganz lustig, aber irgendwie nicht so mein Ding. Die zweite war schon ziemlich cool, sehr große Wohnung, sehr geile Einrichtung und halt zwei Zimmer für mich (eins fürs Bett, eins für den Rechner
). Die dritte war noch Besser, das Mädel mit Hund hat gar nicht so meinen Erwartungen entsprochen und die Wohnung war noch besser als ich mir sie vorgestellt habe, das Zimmer ist toll und vor allem rot :-). Von den Jungs und Mädels von Samstag habe ich ne Absage bekommen, dem ersten Typen von Montag habe ich abgesagt und jetzt warte ich darauf das entweder Lisa mir am Donnerstag oder Björn & Jörn am Samstag was sagen. Wenns beides nichts wird dann werde ich wohl oder übel nächste Woche noch mal nach Hamburg fahren müssen um mir was passendes zu suchen. Aber ich habe ja Hoffnung.
Seit Dienstag Nachmittag bin ich also wieder in Bonn und genieße jetzt mal ein wenig meine Freizeit.
Hamburg meine Perle
Das Wochenende war bis jetzt ganz und gar nicht entspannend, aber das ist auch passend. Am Freitag war ich mit Freiheit.com in der “Bar Hamburg“, einem sehr netten Schuppen den wir komplett übernommen hatten, d.h. sogar der Staff trug Freiheit.com Shirts. Das ganze war feucht fröhlich, ich hab mich nett unterhalten und ging bis in die frühen Morgenstunden. Dementsprechen kaputt war ich auch am Samstag, dummerweise musste ich um 10:30 schon bei meiner ersten WG-Besichtigung sein und daher um 9h aufstehen. Das war mal gar nicht so einfach. Gott sei Dank hatte ich schon angekündigt das ich vorher auf der Weihnachtsfeier bin, daher war durch mein etwas fertiges Auftreten der erste Eindruck nicht direkt versaut. Da habe ich mich auch gut unterhalten, das Zimmer ist schön groß und hell und auch die Umgebung (Schanzenviertel) ist sehr geil. Heute werde ich dann wahrscheinlich noch den dritten Mitbewohner kennenlernen, mal schauen was daraus wird. Den Rest des Samstags habe ich dann mit erholen zugebracht, sprich erstmal den fehlenden Schlaf nachgeholt. Abends waren wir dann in der Sushi Factory erstmal essen fassen und haben den Rest des Abends bei einer netten unterhaltung in der “3 Zimmer Wohnung” aufm Kiez zugebracht. Daher bin ich auch erst quasi jetzt wieder fit. Der Plan für die nächsten Tage sieht im Moment so aus: Morgen bei Freiheit.com Vertragsgedöns regeln, um 16h hab ich nen Termin mit zwei Jungs ganz in der Nähe von Freiheit zwecks WG, um 18:30 dann mit zwei Mädels (und Hund) auch in der Ecke von Hamburg. Dienstag früh gehts dann wohl erstmal wieder nach Hause. Ich werd mich jetzt noch was umsehen, vielleicht finde ich ja noch ein paar schöne Sachen die ich mir heute, morgen und wenns sein muss auch Dienstag früh noch anschauen kann. Dienstag Abend wäre ich aber schon gerne wieder zu hause.
Bye, bye, BioSolve
So, seit gestern ist mein Arbeitsvertrag ausgelaufen, einen Tag Urlaub nachgeholt und jetzt ists vorbei. Was vor nunmehr 9 Monaten angefangen hat ist nun also auch vorbei. Morgen gehts nach Hamburg, Wohnung finden, Freiheit.com Weihnachtsfeier, Vertrag fertig machen. Und dann habe ich erstmal den ganzen Dezember frei, wobei ich ja meinen 12. Flug dieses Jahr schon gebucht habe, ich fliege nämlich am 27.12. früh morgens nach Berlin zum 22C3. So langsam wird alles rund.
Hamburg die dritte
Das geht mal alles wieder schneller als es mir lieb ist. Da Freiheit.com seine Weihnachtsfeier schon am 2.12 veranstaltet mache ich mich also am 2.12 mal wieder auf nach Hamburg, diesmal aber ohne Rückfahrkarte. Dann kann ich hoffentlich noch alle Formalitäten klären und mir ne WG suchen und danach den Rest meines “Urlaubs” entspannt wieder in Bonn verbringen. Vielleicht geht das ja auch alles schon direkt an dem 2. Adventswochenende, das wäre ganz praktisch. Mal sehen wie das klappt.
Meinen Arbeitsvertrag habe ich immer noch nicht, aber der kommt wohl in den nächsten Tagen. Das wäre auch ganz praktisch, weil davon ja abhängt wie ich von Berlin (das ich am 27. Dezember zwecks 22C3 und dann wahrscheinlich auch Silvester besuchen werde) wieder wegfahre, ob direkt nach HH oder back to Bonn. Dann muss ich noch überlegen wie ich meinen Kram nach Hamburg bekomme … fragen über fragen, aber ich wollte es ja so.
Des weiteren bin ich in Besitz eine mysteriösen Paketabholkarte die Eindeutig an mich adressiert ist. Dummerweise habe ich weder was bestellt noch erwarte ich sonst irgendwas. Gestern hatte ich schon Angst das mein Arbeitsvertrag in einem Paket kommt :-). Ich bin ja mal echt gespannt was sich dahinter verbirgt.
No pain, no glory!
Wie nicht anders zu erwarten war (
) habe ich den Job. Also gehts ab Januar 2006 nach Hamburg.
(Der Spruch in der Überschrift steht auf den freiheit.com T-Shirts)
Hamburg Alaaf
Gestern war ich also zu meiner 2. Runde in Hamburg. Nach 3 Stunden, Gesprächen mit 4 unterschiedlichen Menschen plus Beisitzern und einer flasche Wasser war ich dann endlich durch, die versuchen echt Google konkurenz zu machen. Nachricht gibts am Montag.
Danach waren wir nach einem kurzen schlenker durch einen Irish Pub in der StäV, der Ständigen Vertretung des Rheinlandes um den Karnevalsbeginn zu zelebrieren. Man muss schon sagen, die größten teils exil Rheinländer hier können richtig feiern. Außerdem war es ja mein erstes Karneval seit zwei Jahren, da ich ja Anfang des Jahres in London war. Es war dann auch knapp 4 Uhr bevor wir im Bett waren.
Gleich gehts auch schon wieder nach hause, Martinsgans essen.
