FrOSCon 2007: Call For Papers
The second Free and Open Source Conference “FrOSCon” takes place on August, 25th and 26th 2007 in Sankt Augustin, near Bonn, Germany. The conference is once again hosted by the faculty of computer science of the University of Applied Sciences Bonn-Rhein-Sieg in collaboration with the student body and the Linux/Unix User Group Sankt Augustin.
In a Call for Papers, the organizers ask for submission of contributions. A broad variety of topics concerning free and open source software is desired.
Contributions can be submitted in English or German and should summarize the intended talk concisely and succinctly; talks should be no longer than 45 minutes in length. Deadline for submission is June, 4th 2007.
FrOSCon war total klasse!
Ich sitze am Bonner HBF und warte auf meinen Zug der mich zurück nach Hamburg bringen soll, allerdings hat der jetzt schon 20 Minuten Verspätung, wegen Untwettern, da sieht man mal wie zuverlässig doch so ein Zug ist. Plus die obligatorische Verspätung auf dem Weg nach Hamburg bin ich wahrscheinlich erst um 2 Uhr Nachts in HH, was ja nicht so gut ist, aber ich werde gut schlafen weil das hab ich den letzten zwei Nächten nicht wirklich.
Also, fangen wir mal mit FrOSCon zurückblick an und zwar chronologisch (ich bin im Moment auf dem geistigen Niveau eines 3 Jährigen wegen Schlafentzug und Alkoholmißbrauch am Samstag, daher wird das ganze nicht ganz so eloquent (und noch voller Rechtschreibfehler als sonst, weil ich als kleiner Legasteniker ja meine Intelligenz zum schreiben brauche)). Also in der ersten Nacht, für die ich ja schon geblogt habe, war ich dann erstmal so aufgeregt bzw. begeistert von den ersten Einblicken das ich nicht so gut geschlafen habe, bzw. nicht einschlafen konnte. Aber das gab sich dann so gegen 3 Uhr Nachts. Um 6.30 bin ich dann wieder raus und nach einem kurzen Frühstück unterwegs um 7.30 in der FH aufgeschlagen und war natürlich einer der ersten die Aufgeschlagen sind. Aber das war in Ordnung. Dann hab ich noch ein wenig geholfen wo ich konnte, irgendwie muss ich mir ja das Orga-Batch auch verdienen. Die ersten Projekte und gäste schlugen auf und ich hab was für die Projektverständigung getan und hab mit Wbx zusammen die Räume zugewiesen. Das ich da schon einigermaßen matschig war ist wohl klar. Dann bin ich viel Rumgelaufen, hab meine Kundenorientierung an den Gästen ausgelassen und jedem geholfen wo ich konnte, was aber eher dem SABA Prinzip entsprach (Sicheres Auftreten bei Absoluter Ahnungslosigkiet). Im großen und ganzen waren aber alle mir denen ich geredet habe ziemlich glücklich und sehr gespannt auf die Konferenz. Die Mädels an der Kasse mussten leider nur lernen das wenn ein Geek die Auswahl zwischen einer mit Mädels besetzten Kasse und einer mit Jungs haben eher zu den Jungs gehen - Geeks halt. War auch eine der Überraschungen der FrOSCon, Lars mit Freundin ;-). Von 11 an hab ich zwei Stunden moderiert, was aber eher daraus bestand den Leuten mitzuteilen wenn sie drohen zu überziehen. Auf den Abstract Zetteln fehlten übrigen die Namen der Speaker! Also hab ich zwei Vorträge gehört die zwar ganz interessant waren aber nicht mein Thema, irgendwie LDAP bzw. FOS advocacy, aber gefallen haben mir die Vorträge bzw. die Vortragenden schon ziemlich gut. Also ein Einblick in das High-Quality Programm. Was auch sehr gut war war das Catering für Speaker und Orgas (was ich ja in Personalunion war wobei ich das Orga immer noch nicht wirklich verdient habe), somit hatte man schon mal das Problem mit dem Essen nicht, was in Sankt Augustin auch bitter nötig ist, da gibts nicht so viel drum rum. Nach den Talks musste ich erstmal meine Familytermine abharken, war also kurz bei meinem Opa wg. seines 80ten und bei meinem Vater und hab sein NTFS gefixt das er zerschossen hatte (warum segfaulten die NTFSprogs bei kaputten Dateisystem, da hab ich mehr erwartet). Pünktlich zu dem “Bewegte Bilder” Vortrag - also dem Fußballspiel - war ich dann wieder in der FH. Das war auch ganz lustig, wir hatten sogar Schweden da und das 2:0 ließ sich ja auch sehen. Jetzt hat mein Zug 25 Minuten Verspätung. Danach bin ich dann noch mal kurz mit Family essen gegangen und hab danach das Social genossen, was auch sehr schön war, das Wetter war ja auch sehr gut, so daß man schön lange draußen sitzen konnte. Ich hab mich mit vielen netten Leuten unterhalten und mal wieder festgestellt das man Leute treffen kann die einfach auf anhieb total sympatisch sind und mit denen man sich sofort auch sehr gut über alle möglichen (zum Teil sogar privaten Themen) unterhalten kann. Zwischenzeitlich hatte ich noch den Wim geschenkt bekommen, also quasi adopt a Geek, der keinen Schlafplatz hatte und daher bei mir Übernachtet hat. Es war glaub ich so um die 2 Uhr Nachts als ich dann der Müdigkeit nachgegeben habe.
Am Sonntag bin ich dann erst um 9:30 Aufgestanden um so gegen 10 Uhr wieder auf der FrOSCon aufzuschlagen. Womit genau ich den Vormittag verbracht habe kann ich nicht mehr sagen, aber auf jeden Fall war es im großen und ganzen ziemlich unterhaltsam. Nachmittags hab ich dann sogar auch mal einen Talk gesehen, Mario Manno hat was über GNOME erzählt und für mich als alten KDE Nutzer ist es doch mal schön das andere Desktop Environment zu sehen. Irgendwie hab ich Mittags auch noch mitbekommen das ein Slot frei geworden war und dachte den könnte ich ja noch mit irgendwas füllen, daher hab ich noch FIFFS nachgereicht, was relativ Sinnfrei ist, da der Talk von der live Demo lebt und ohne Screenshots ist, aber man lernt ja immer was dazu. Außerdem war das quasi PowerPoint Karaoke mit eigenen Folien, weil ich auch nicht wirklich dazu gekommen bin ihn mir vorher noch mal anzuschauen. Den Nachmittag hab ich dann auch eher mit socialising verbracht, bzw. mein System gefixt, irgendwie ging mein Bluetooth heute nicht, aber es geht auch immer noch nicht. Dann fing mein erster Talk an, der nur von 5 Leuten besucht war, das mit dem späten Announcen brint wohl nicht wirklich was. Hat aber trotzdem ein wenig Spaß gemacht, aber ich sollte wenn ich was aus meinem Stack halte doch was nehmen was man auch gut halten kann ohne irgendwas zu zeigen das man nicht am Start hat. Danach kam dann mein “richtiger” Vortrag und ich hatte schon etwas Angst, weil ich für die 15 FIFFS Folien schon gute 45 mins gebraucht hatte und Fuse.pm hat so um die 30. Naja, Christian hat mich in seiner gewohnt wortreichen Art anmoderiert, vor allem mit den Worten “es ist egal worüber er spricht, es ist auf jeden Fall ein Erlebnis, auch wenn man das Thema nicht versteht.” oder so ähnlich. Daraufhin hab ich natürlich mal mein bestes gegeben und der Talk ist auch gut, weil wenn man selber von etwas begeistert ist kann man das auch sehr gut rüberbringen. Außerdem hab ich ständig “total klasse” gesagt, was sich im Laufe des Talks zu einem running Gag entwickelt hat. Ich glaube ich ändere den Untertitel in “Was Marcus total klasse findet”. Das Publikum war auch gut, waren bestimmt so 30-40 und auch gute Fragen am Ende, wie gesagt ein Vortrag der mal wieder richtig Spass gemacht hat. Die Zeit hat auch hingehauen, wobei ich an manchen Stellen mal wieder was schnell war. Das wird beim zweiten mal bestimmt besser, ich sollte den auf jeden Fall für den Perl Workshop ‘07 einreichen. Danach war dann auch quasi Ende, noch ein kleines Closing Event und ein wenig Selstbeweihräucherung. David hat mir dann auch gedankt, dafür das ich ein T-Shirt gekauft habe :). Dann hab ich noch etwas beim Aufräumen geholfen, meine Hose an den doofen Wellenbrechern zerissen aber dafür hab ich jetzt 2 neue T-Shirts.
Abschließen lässt sich sagen das das Event total klasse war, ich sehr begeistert von der Organisation war die nie irgendwie knapp an Leuten oder Ideen war, es hat einfach alles geklappt, das hat die Luusa gut gemacht. Leider verlaufen sich die Leute in der großen FH schon, aber dadurch das ich relativ wenig Vorträgen war täuscht mein Eindruck etwas. Ich hoffe ja mal das bei der nächsten FrOSCon
mehr Leute da sind. Die Stimmung war auf jeden Fall die ganze Zeit sehr gut. Ich war auch nach meinem Vortrag sehr sehr glücklich doch noch etwas beigetragen zu haben. Sonst fällt mir auch nicht so viel ein was man besser mach könnte, was etwas enttäuscht war ist das ich nicht so viele FHler gesehen habe, vor allem die üblichen Verdächtigen aus meinem Semester die jetzt einen Master machen hätten ja mal auftauchen können. Aber das ist halt eher eine persönliche Sache, weil ich ein paar der Leute schon mal gerne gesehen hätte. Dafür ist aber glaube ich bei den Informatikern nicht immer das Interesse da und auch manchmal der Weg etwas weit, das einzugsgebiet ist halt ziemlich groß. Vielleicht stört aber auch einfach so was triviales wie der Prüfungszeitraum, der glaub ich im Moment ist. Die anwesenden Professoren waren auch total klasse und hatten glaube ich auch viel Spaß. Und auch die vielen Helfer sollte man noch mal erwähnen. Wie gesagt, das war alles ganz großes Kino.
Abschließen hier noch so ein paar Sachen die ich aufgeschnappt habe oder die meinem müden Gehirn entspringen:
- Pre-Social am Freitag und Übernachtungsmöglichkeiten anbieten, Leute die einen Weg von mehreren Stunden haben können sonst nicht um 9:30 da sein.
- Steyler wg. Übernachtung fragen (Aula)?
- Mehr Pausen (dann haben die Aussteller mehr davon)
- Sowieso jemanden ins Orga holen der in Sankt Augustin oder Bonn aufgewachsen ist (und da wohnt), da kriegt man Vitamin B mit ins Boot.
Also, hoffentlich findet sich ein Orga-Team fürs nächste Jahr, das wäre sehr schön. Auf zur FrOSCon ‘07, wir (oder eher ihr) wisst ja wohl jetzt wies geht.
Wann kommt jetzt mein Zug?
FrOSCon - Day 0,5
3 Monate war er krank - jetzt blogt er wieder, Gott sei Dank. Aber ein so herausragendes Ereignis wie die erste FrOSCon muss ich wohl bloggen. Also ich bin auf einer Konferenz, der ersten Free and Open Source Conference in der FH Bonn Rhein Sieg und die Jungs haben wirklich was geleistet. Und mich zum Orga ehrenhalber (ich hab halt mit Abwesenheit geglänzt) ernannt, was jetzt dafür sorgt das ich morgen um kurz vor 7 aufstehen muss.
Das Programm sieht jetzt schon genial aus, es gibt noch viel zu tun aber es hat schon mal den richtigen Flair. Vor allem mit den ganzen (noch leeren) Projektständen sieht es aus als ob es ein geniales Event wird. Morgen an dieser Stelle neues, ich versuch mal wieder was mehr zu schreiben.
Die Highlights die ich heute schon mitbekommen habe: Niederländischer Ubuntu Kurier um kurz vor 2 Uhr nachts, blaue Frösche auf den Straßen von Sankt Augustin und ein Orga Team was ziemlich durch den Wind ist… aber das wird schon wieder. Mitten in der Nacht in einem Bierpavillion im Innenhof der FH zu stehen hatte auch was für sich.
Wer mich morgen sehen will: ich bin in Sankt Augustin, Abends ist Social und wir haben wie gesagt einen Bierstand ![]()
Sozial gestört weil glücklich?
| Your Social Dysfunction: Happy You’re a happy person - you have a good amount of self-esteem, and are socially healthy. While this isn’t a social dysfunction per se, you’re definitely not normal. Consider yourself lucky: you walk that fine line between ‘normal’ and being outright narcissistic. You’re rare - which is something else to be happy about. |
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| Take this quiz at QuizGalaxy.com
Please note that we aren’t, nor do we claim to be, psychologists. This quiz is for fun and entertainment only. Try not to freak out about your results.
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Artists happen
Da schriebt man einmal einen kleinen Beitrag zum Thema Software Engineering und dann bekommt man direkt von allen Leuten Feedback und dazu muss man dann auch noch was schreiben.
Der liebe Herr Kirsch schreibt in seinem Blog unter dem Titel “Freiheit für Programmierer?” zwar einen interessanten Punkt, der allerdings nicht wirklich was mit dem zu tun hat was ich sagen wollte, bzw. ist der Kontext nicht richtig. FBP sagt nichts über Design aus, bzw. schreibt es keinen klassischen Weg für das Design vor. In diesem Kontext ist auch das Design Happens zu verstehen, was anscheinend funktioniert.
Die Wunderkinderaussage sehe ich etwas differenzierter. Ich bin nämlich nicht der Meinung das ein guter Programmierer mit Mozart zu vergleichen ist. Gute Programmierer kommen viel öfter vor als man denkt, das Problem ist nur das sie ihre Fähigkeiten, ihr Handwerk, durch die oftmals viel zu strikten und formalisierten (vielleicht ist das daran wirklich die Wissenschaft Informatik) Entwicklungswege nicht wirklich einsetzen können. Zu strikte Arbeitswege nehmen einem den Spass an der Arbeit, wenn man seine Kreativität nicht ausleben kann demotiviert das und daraus ergeben sich die Zahlen die Herr Kirsch abschließen nennt. Motivierte Programmierer, die Spass haben und sich nicht durch einen haufen Dokumente wühlen müssen um eine Zeile Code zu schreiben machen gute Arbeit weil sie das machen können was sie wollen: Programmieren.
Die Abschließende Frage, ob die Programmierer einfach nicht genug Freiheit hatten, kann ich klar mit einem Ja beantworten. Wie liefern immer pünktlich aus, zu garantierten Zeitpunkten. Also scheint der formale Weg, der ja ach so gut sein soll, nicht dazu zu führen was Herr Kirsch behauptet, nämlich nicht gute Programmierer zu solchen zu machen.
Aus einer ganz anderen Richtung kommt Lehs Artikel am “Anfang war das Wort“, der sich eher mit der Frage auseinandersetzt was gute Software und ästethik in diesem Sinne bedeutet. Hier kommt glaube ich auch der Freiheitsaspekt wieder zum tragen. Wenn man einem Maler bis auf den Pinselstrich sagt wie ein Gemälde aussehen soll, hat er bestimmt keinen Spass mehr an der Arbeit, die Kreativität ist ihm genommen und das ist ja das was er eigentlich macht. Sagt man ihm er soll ein Bild von einer Kirche malen, dann hat man ihm zwar gesagt was er tun soll, aber er hat immer noch die volle Freiheit den Kreativen Akt des Schaffens selber durchzuführen. Das gleiche gilt für Programmierer, da ist FBP der Ansatz der sagt “mal mir eine Kirche” und die ganzen anderen Methoden die dazu neigen den ganzen Prozess zu formalisieren nehmen den Leuten einfach den Spass.
Das gute Software, gutes Design eher etwas gefühltes ist stimmt, aber es gibt relativ leichte Kriterien die man hier anbringen kann: Wartbarkeit, Strukturiertheit, Erweiterbarkeit, intelligente Lösungen. Zwar ist das letzte auch wieder ein eher relativer Ansatz, aber auf eine Checkliste lässt sich Kunst auch nicht festlegen.
Daher: Freiheit für Programmierer!
Design happens
Was passiert, wenn man mit seinen Kollegen Freitag Abend ausgeht? Natürlich, man landet in Diskussionen über die Arbeit und das ganze drum herum. Eine der zwei großen Diskusionen gestern Abend ging dann um Feature-based Programming (gibts sogar ein Buch drüber
) und das ganze drum herum. Dabei viel dann meine etwas unbedachte Äußerung Design happens, was die ganze Diskusion noch mal um eine Stunde verlängert hat und weil das ganze so viel Spass gemacht hat wollte ich es doch noch mal hier zusammenfassen.
Was heißt also Design happens? Grundsätzlich ist es wie mit den Affen und Shakespeare, nur auf einem anderen Niveau: wenn man eine Menge an guten Programmieren nimmt (ein Projektteam), ihnen sagt was sie tun sollen (die Featureliste), dann entsteht das Design von ganz allein. Ein guter Programmierer sei hier also als jemand der sich auskennt definiert, der Best Practices kennt und eine gewisse Erfahrung mitbringt, also dazu neigt guten, wartbaren und modularisierten Code zu schreiben, weil das richtig ist und mittelfristig den Arbeitsaufwand verringert. Die Position des Architekten und ein Upfront-Design ist also hinfällig. Der iterative Ansatz des Softwaredesigns (die bekannten Stufen) ist also hinfällig, da es bei FBP nicht mal ein Design-Dokument im eigentlichen Sinne gibt. Das Design ergibt sich somit quasi aus und während des Entwicklungsprozesses und wird nicht vorgeschrieben, es passiert einfach.
Was heißt Design happens nicht? Es heißt nicht das das Design unwichtig ist oder einfach so da ist. Das Design wird natürlich von den Entwicklern abgesprochen (”Chinese Parliament”) und basiert auf Vorkenntnissen und Vorarbeit, die allerdings nicht auf einem Stück Papier steht sondern halt aus den Entwicklern an sich kommt.
Im Grundsatz ist es also so, das gute Software nicht durch einen möglichst förmlichen Entwicklungsprozess entsteht, sondern durch Freiheit und klar definierte Aufgaben. Das ganze Drum herum entsteht aus der Notwendigkeit die Aufgaben und somit die Features möglichst gut und ästethisch (aus der Sicht eines Programmierers) zu lösen.
Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin
Naja, ich bin schon wieder zu hause. Der letzte Tag vom Kongress war noch ganz lustig, wobei wir fast erst zur letzten Veranstalltung da waren. Irgendwie war die Nacht zuvor vor allem durch SMAs Geburtstag etwas länger geworden. Die Anzahl von Frauen in Berlin, die den Eindruck machen unglaublich viele Drogen genommen zu haben ist gigantisch. Nach der Abschlussveranstaltung des 22C3 waren wir dann noch kurz in der C-Base, das ist sowas wie der Nela in groß. Der “absacker” in der Hotelbar war auch noch sehr lustig, vor allem wegen einer write-only Neuseeländerin, der man alle 5 Minuten das gleilche erzählen konnte und sie es alkoholbedingt sofort wieder vergessen hatte. Danach ging es dann fast wieder zurück in die “real world”.
Am Silvestertag waren wir nett indisch essen, dann noch kurz in der Ständigen Vertretung um endlich mal wieder ordentliches Bier zu bekommen und dann auch noch in den Räumen des CCCB, des Chaos Computer Clubs Berlin.

Dieses Bild beschreibt den Silvesterabend schon ganz passend. Woher ich das Ding hatte bin ich mir gar nicht mehr so sicher, ich glaube der Barkeeper hatte es uns in die Hand gedrückt. Ansonsten haben wir in der Hostelbar gefeiert, das war sehr unterhaltsam, sehr viele internationale Menschen und auch sonst sehr Lustig. Um 12 gings natürlich raus, aber das Kriegsgebiet Berlin war mir ein wenig zu stressig. Also zurück in die Bar, weiter nett unterhalten und noch ein paar Weizen gekippt (ich hab dem Barkeeper auch erklärt was ein Gehfehler ist, das könnte mein komisches Grinsen erklären). Für Silvester war ich aber noch immer relativ früh im Bett.
Heute ist dann auch nicht mehr viel passiert, wir sind halt mit dem Auto von Berlin ohne größere Zwischenfälle nach hause gefahren und jetzt bin ich wohlbehalten wieder zurück. Langsam muss ich mich mal ums einpacken meiner Sachen kümmern, aber das wird schon. Die letzte Woche in Bonn bricht also an.
Im großen und ganzen muss ich sagen das sich der Congress in jedem Fall gelohnt hat, ich nächstes Jahr nach Möglichkeit wieder dabei bin und auch Berlin immer noch eine schöne Stadt ist (von der ich nicht so viel gesehen habe).
Für alle die ich vergessen habe: Frohes neues!
22C3: Bits and Pieces
Manche Sachen lernt man auch so im vorbeigehen: seit es ein kleines Problem mit COM Objekten in Verbindung mit dem Internet Explorer gab gibt es einen Kill-Bit für eben diese Objekte, d.h. Internet Explorer lädt sie nicht mehr per default, sondern jetzt kommt der interessante Teil benutzt einen undokumentierten Windows API der eine Message Box anzeigt bei der man drei mal auf OK klicken muss um das laden zu bestätigen. Das ist ein API …. was für drogen nehmen die Jungs da?
Sonst habe ich eben noch gelernt wie man tolle Sachen mit diversen Netzwerktools macht um Bugs zu finden. Mal schauen was ich sonst heute noch höre.
22c3: An die Substanz
Irgendwie bin ich müllig. Gestern waren die Vorträge noch ganz lustig, danach lud der LinuxTag e.V. Freunde und Verwandte freier Software zu einem gemütlichen Abend ein, der auch sehr unterhaltsam war. Der Absacker in der Hostelbar dauerte dann aber doch bis kurz nach 5, was schon wieder dafür gesorgt hat das wir heute die ersten Vorträge verpasst haben und quasi erst zur Mittagspause hier waren. Sonst gibts auch nicht so viel zu berichten, abgesehen davon das ich heute gelernt habe wir man für unter 1000 $ ein Radar baut… mal sehen was der Nachmittag bringt.
22C3: Happy Hacking
So, nachdem ich die Weihnachtstage mehr oder minder gut überstanden habe, bin ich dann gestern früh nach Berlin zum 22C3 abgehauen.
Das war ein anstrengeder Tag, 7:30 aufstehen, zum Flughafen, Flieger enteisen weil Schnee fiel, dann auf nach Berlin, zur Herberge, falsches Haus, richtiges Haus finden, einchecken, auf zum Congress.
Der Congress ist unglaublich voll, es gibt unglaublich viele tolle Vorträge und ich weiß jetzt auch warum diese erst um 12h anfangen, ich war heute trotzdem ein wenig zu spät.
Was ich so im einzelnen gehört habe ist viel zu viel zum aufschreiben, aber es ist sehr schön hier und verspricht auf jeden Fall ein guter Congress zu werden.
Vielleicht kann ich ja noch mehr Details später posten. Neben heise.de hat auch der Spiegel einen Artikel über den Congress.
Args, Debian & Cups
Spätestens am Dienstag muss ich drucken können, sonst wird das mit dem Bahn Online Ticket nach Hause nix. Das schöne ist das der Christian einen sehr netten HP Netzwerkdrucker hat. Das erste was mir dabei etwas im Weg stand und dazu führte das ich quasi ne Stunde gebraucht habe um einen simplen Drucken ans laufen zu bringen ist das Cups weder sinnvolle Fehlermeldungen gibt, noch in der Debian Standardauslieferung auf Netzwerk drucken kann.
Zwar hat es mich doch schon ein wenig gewundert das bei dem schönen KDE Einrichtungsdialog die Netzwerkdrucker-Option ausgegraut ist, da ich aber 3.5 rc Pakete fahre habe ich das ganze erstmal ignoriert. Der mehr oder minder händisch eingerichtete Drucker funktionierte aber nicht, im log stand sowas schönes wie
Adding start banner page "none" to job 177. Adding end banner page "none" to job 177. Job 177 queued on 'ChristiansDrucker' by 'marcus'. Started backend /usr/lib/cups/backend/socket (PID 28096) for job 177. PID 28096 stopped with status 22! Hint: Try setting the LogLevel to "debug" to find out more. Saving printers.conf...
Naja, das LogLevel “debug” war da auch nicht besonders hilfreich, aber nach zu langem googlen kam mir dann der Verdacht das der Status 22 irgendwas mit dem socket Backend zu tun haben könnte. Zwar stands nirgendswo in /usr/share/doc/cupsys, aber das Debian Cups kommt mit einem “available-backend” Mechanismus, in dem Socket sinnigerweise nicht aktiviert ist. Das “started backend” war also schlichtweg gelogen, da das Backend gar nicht da war. Also geflucht, das Backend aktiviert und schon war man einen Schritt weiter. Das man für sowas wie “Druckertreiber” auch noch “foomatic-*” installieren muss ist das zweite was ich heute gelernt habe. Der Name ist auch wirklich sinnvoll und benutzerfreundlich gewählt.
Man lern also nicht aus und kann immer noch ne gute Stunde mit Druckereinrichtung unter Linux zubringen. Sehr gut ![]()
Firefox 1.5 ist da

Gut ein Jahr nachdem Firefox 1.0 erschienen ist kommt nun endlich die nächste Version des Mozilla Webbrowsers raus. Neben so allgemeinen Verbesserungen wie höher, schneller, weiter hat Firefox 1.5 drei relativ coole features:
- Verbessertes Auto Update
- SVG support, damit können tolle Grafiken live gerendert werden, z.B. die auf der “Über mich” Seite auf privat.thiesen.org
- <canvas> tag, damit hat man ein Maloberfläche für JavaScript, das wird bestimmt in der nächsten Zeit auch interessante Anwendungen finden.
Auf jeden Fall sollte man Upgraden, allen wegen der neuen Auto Upgrades.
Firefox 1.5 für Windows auf Deutsch gibt es hier.
PerlPlanet
I hate to always criticise other people’s work, but Planet is a piece of crap. I tried it on my favourite blogs to fire up friends.thiesen.org and besides not working on Atom feeds as it should it completely died on another feed and had encoding issues. I tried to fix it, but it appears as if the feed reader library they are using is far too old (they are using 2.2 something, 4.0-pre is the curernt version) and it is Python and I can’t do Python.
PerlPlanet to the rescue. Because there was no other implementation of a Planet like thing and I thought it couldn’t be that hard, I wrote a replacement myself. PerlPlanet can do everything except the Hackergotchi feature while staying compatible with Planets own templates and configuration files. Turns out it is even 500 lines less, though you have to install quite a bunch of Modules, but you should be used to that by now.
Get it here.
P.S.: WordPress 2.0 Beta rocks…
GUI Probleme
Manchmal hat man Probleme die von einem Programmierer Standpunkt aus eher trivial sind, die Funktionalität dann aber einem Benutzer so zu Verfügung zu stellen das er (oder sie) intuitiv damit umgehen kann ist dann schon schwerere.
Es geht mal wieder um KFlickr, mein tolles spielzeug mit dem man Fotos auf Flickr hochladen kann. Fotos haben Kompressionsstufen, mit denen man die Dateigröße auf Kosten der Qualität verändern kann. Aus der Programmierersicht ist das ganz einfach, es gibt Werte zwischen 0 und 100, die die Kompression angeben (0 ist höchste Kompressionsstufe) und -1, was so viel heißt wie das Bild so lassen wie es ist.
Mein erster Versuch das ganze in eine Graphische Benutzeroberfläche (GUI) zu übersetzen sah so aus:

Wobei dieses “Default” der -1 Wert ist und wenn man das häckchen wegmacht wird der Slider darunter aktiv und man kann den Wert frei bestimmen, wobei die Voreinstellung 75 ist. Für mich war das ganz einleuchtend, aber ich weiß ja auch was dahinter steckt. Jetzt schrieb mir ein Benutzer eine Email das er nicht so ganz wüßte was das jetzt bedeutet: ob das Bild jetzt, wenn man nichts tut, immer mit 75 rekomprimiert wird oder so gelassen wird wie es ist. Man kann die Ausgegraute 75 darunter natürlich so verstehen, als wenn das der “default” Wert ist und man um es zu verändern das Häckchen bei “default” wegmachen muss. Also macht mans anders herum:

Allerdings dreht das das Problem nur um, da man hier ja argumentieren kann das man den default wert (75) durch einen klick auf “custom” erst verändern kann. Also ist das auch nicht des Rätsels Lösung.
Also müssen wir uns doch was Überlegen wie es für den Benutzer anschaulicher wird, das das Bild nur verändert wird wenn er darunter einen Wert einstellt. Nach etwas überlegen und dem alten paradigma “auf den Button schreiben was er tut” wird KFlickr mt5 nun wohl folgende Fassung enthalten:

Ich hoffe das dadurch jetzt endgültig klar ist das das Bild nur angefasst wird wenn etwas an der Einstellung verändert wird.
Kflickr MT

Well, because Mark (the original author of Kflickr) is a little bit out of time at the moment and has a rather conservative patch policy and because I have done quite a lot of stuff in the last week on Kflickr, I decided to make this patchset public, keep it in sync with Mark’s tree and see what will happen.
So, Kflickr MT was born. In it’s current incarnation mt2 it is nearly feature complete (in context of an uploading only application), meaning that it can do photo sets and groups, photo licenses, photo rotation, bigger previews and “tags with spaces”. A couple of fixes are in there, too, plus one CVS fix from Mark for UTF8, which made it impossible to set tags containing German umlauts.
This way I hope to get some feedback and bug reports to have some better arguments for Mark to merge the stuff (and that it is actually usefull).
Here you go:
KFlickr
Das wirklich schöne an freier Software ist ja das man wenn man eigentlich was anderes machen will (Fotos auf Flickr hochladen) man auch gleich noch ein wenig zum Programmieren kommt. Wenn die Applikation die man dafür benutzen möchte nämlich die Usability eines Vorschlaghammers (wenn man ihn zum Implantieren eines Herzkatheters benutzen will) hat dann kann man sich jetzt überlegen ob man sich bei tausenden Fotos jedesmal ärgern will oder daran was ändert.
marcus@hal2000:~/tmp/kflickr/src: cvs diff *.cpp *.h | wc -l 478
Also habe ich das nette Teil seit gestern von ein paar Bugs befreit (bin ich der einzige der auch mal ein & in dem Bildtitel haben will oder Tags die nicht nur aus einem Wort bestehen), um ein paar Features erweitert und jetzt ist es in einer Verfassung in der ich es benutzen will.
Das (eigentlich sehr gute) Programm um das es geht heißt KFlickr und liegt auf Sourceforge. Den passenden Patch dazu gibt es hier. Irgendwas sagt mir aber das Version 0.5 bald rauskommt ;-).
Ich flickr
Ich bin jetzt auch unter die Flickr gegangen was bei meiner ständig wachsenden Fotosammlung einfach mal eine gute Idee ist. Für die 8 GB werde ich dank Flickrs Upload Grenze also 4 Monate brauchen, aber dann habe ich mit Taggen, Sortieren und Aufräumen wenigstens was zu tun.
In other news wusste ich schon immer das wir alle Autisten sind.
JSON & JavaScript Speed
Was macht man wenn man clientseitig viele Daten verarbeiten möchte? Kein XML parsen, das ist total out, weil XML ja nicht native ist. Dafür gibt es jetzt JSON, die JavaScript Object Notation, die ist wie XML ohne den ganzen DTD schnickschnack und sowieso, man kann es einfach eval’en. Das geht dann auch für 3943 Einträge ala Autor, Titel, Ausgabe, Seiten. Damit man jetzt nicht seine ganzen XML Daten (oder sonstwie mehr oder minder strukturierte Daten) von hand umwandeln muss gibt es JSON für Perl aber auch eigentlich für alles andere. Hat mich auf jeden Fall begeistert, für Sachen die im Browser laufen sollen auf jeden Fall das richtige Datenmodell und richtig schön KISSig.
Wenn man dann allerdings knapp 4000 Einträge in einem Browser laufen lässt und vor allem daraus auch noch ein volles Listing in Tabellenform macht (also 4000 <tr><td> in den DOM Baum einbaut) hat man eher einen Browser Benchmark als sonstwas (das initiale Parsen ist kaum merklich, ich nehme mal stark an das die Browser rendern und so Sachen wie JavaScript Namespace aufbauen asynchron machen). And the winner is… Opera. Ja, ich muss zugeben ich war auch etwas überrascht. Zumindest auf Linux ist es ganz klar Opera der das Ding am schnellsten Angezeigt bekommt. Danach kommt Firefox (1.5 RC1) und dann Konqueror, wenn er nicht gerade nach 5 Sekunden Meckert das ein JavaScript das Anzeigen der Seite verhindert. Mein Windows Test gestern war nicht wirklich fair, da ich das Ding auf dem alten 600 Herzer meine Ma hab laufen lassen, da kam dann der IE erst nach 5 Minuten wieder. Naja, das Suchen geht überraschend performant, es geht hier wohl sehr viel Zeit in das Rendern.
Ferner hat mir das rumgespiele mit JavaScript und DOM mal wieder gezeigt was für tolle Sachen sich doch alles clienseitig basteln lassen und das sogar ohne AJAX. Ich könnte mich jetzt hier hinstellen und das ende von Perl, Ruby und PHP als Websprache vorhersagen, aber das wäre glaube ich etwas verfrüht. Auf jeden Fall ist es für den Benutzer viel freundlicher, wenn man nicht über tausend Seiten geleitet wird nur damit die ganzen Post Queries durchkommen und es ist auf jeden Fall schneller, den Client die Sachen rechnen zu lassen.
Zusammenfassung: JSON ist cool als Datenformat, Opera ist der schnellste JavaScript Auswerter/Renderer auf Linux und weg vom Server, zurück zum Client.
fuseftp: Implementing userspace filesystems with Perl
Well, as I mentioned earlier, 2.6.14 has this nifty new FUSE feature, allowing the implementation of a file system in userspace. Unfortunately, there was no implementation of a FTP filesystem. Fortunately, there are Perl bindings for FUSE :-).
One can implement a userspace filesystem using the whole power of Perl, and that makes it quite easy. I implemented a basic ftp filesystem this morning, which uses Fuse.pm and Net::FTP to allow read only access to ftp servers. It works quite well and was really easy, so this might be the beginning of a couple of nice userspace filesystems written in Perl. I could actually create MegasusFS….
BTW, you can download fuseftp from my wiki page.
Usage is quite easy, you can simply:
marcus@hal2000:~: mkdir kernel marcus@hal2000:~: fuseftp kernel/ ftp.kernel.org & Successfully logged into ftp.kernel.org [1] 7150 marcus@hal2000:~: cd kernel/ marcus@hal2000:~/kernel: ls for_mirrors_only lost+found pub usr welcome.msg marcus@hal2000:~/kernel: cd .. marcus@hal2000:~: fusermount -u kernel/ [1]+ Done fuseftp kernel/ ftp.kernel.org
Alles Transparent
Nein, eigentlich geht es nich um das “Theme der Woche”, das ich heute ein wenig angepasst habe und das mir doch sehr gut gefällt. Für alle die es doof finden, es gibt in der rechten Leiste einen Theme Switcher, mit dem man sich sein liebstes Theme einstellen kann und das bleibt dann auch so. Eigentlich geht es nämlich um die heute erschienene neue Kernelversion.
Ich finde den neuen Kernelentwicklungsansatz total toll, jedes Release ein neues Feature über das man sich freuen kann. In 2.6.13 war es inotify (das jetzt auch mitlerweile von der standard libgamin von Debian unterstützt wird), in 2.6.14 ist es FUSE. FUSE ist eine Filesystem-Userspace bridge, d.h. man kann sich lustige virtuelle Dateisysteme basteln. Z.b. eins für WebDAV, eins für SSH, eins für Bluetooth, eins für Mediawiki und eins für SMB. Eins für FTP gibt es auch, das muss man dann aber über ein Emulationslayer einbinden. Diese sind dann absolut transparent, sehen also für alle Applikationen so aus wie Dateien auf dem lokalen Rechner, Spass pur. Ich habs zwar noch nicht ausprobiert, aber das ganze ist schon sehr vielversprechend.
In other news habe ich endlich ein sinnvolles Mailbackup gefunden, bzw. gemacht. Nein, ich rede nicht von meinem etwas wahnsinnigen System das seit ende letzten Jahres meine Emails über drei Server schickt und auf jedem jeweils ein Backup macht, sondern ich reden von meinem Archiv was so bis 2001 zurückreicht. Die habe ich nun endlich mal auf meinen GMail Account hochgeladen bzw. weitergeleitet, hat auch nur so um die 20 Stunden gedauert, meinen Account ein wenig gefüllt aber dafür weiß ich jetzt das ich nie mehr irgendwelche Mails verlieren werde. Ein tolles Tool dafür (abgesehn davon das es in Python geschrieben ist gibt es hier.
