Dinge die einem den Sonntag versauen
Erstmal ein Such- und Ratebild:

Was ist das? Ein Deckenfluter ;-).
Also, was ist passiert: ich wollte doch nur was zu Essen kochen… dann kamen komische Geräusche aus der Küche, verdampfendes Wasser auf heißer Platte. Dummerweise hatte ich das Wasser erst grade angemacht. Also mal nachgeschaut, da kam Wasser aus meiner Dunstabzugshaube. Erstmal dem unwahrscheinlichen Fall nachgegangen das das nicht Kochende Wasser in dem Topf darunter irgendwie hochgespritzt ist und wieder runtertropft. Dann hab ich dummerweise gesehen das das Wasser auch aus meiner Decke kommt, also an den Ecken. Da wurde mir dann schon ein wenig anders. Dann kam der tolle Hollywood Effekt das auch Wasser aus meiner Lampe kam, die noch an war, es zischte aber sie blieb an. Also erstmal Sicherung raus und was macht man dann? Genau, man bekommt Panik. Erstmal Wasser in meiner Wohnung abgestellt, hatte aber leider keinen Effekt. Da kam das Wasser schon in Strömen aus meiner Lampe. Also erstmal was druntergestellt, alles was ich so an Schüsseln und Töpfen da hatte. Mehr Wasser, mehr Panik. Also erstmal fragen ob der nette Herr in der Wohnung über mir vielleicht Swimmingpool spielt. Der war aber nicht da. Hausmeister anrufen war mein nächster Gedanke, da ermangelte es mir aber an einer Nummer. Nächstes Problem: das Haus gehört einer Firma, mein Vermieter ist eine Firma und die sind Sonntags nicht so aktiv. Also bin ich dem Hausmeistergedanke weiter nachgegangen aber musste feststellen das ich ganz alleine im Haus bin. Mist. Also mal im Vorderhaus fragen. Bei der 10ten Wohnung (wo sind alle Leute Sonntags) hab ich endlich mal jemanden gefunden der mir ne Handynummer gegeben hat. Angerufen, Problem geschildert (”Da kommt Wasser aus meiner Decke”) und mir angehört das er für das Gebäude nicht mehr zuständig ist. Da dämmerte es mir das ich vielleicht mal sowas wie einen Klemptner Notdienst anrufen sollte. Dummerweise funktioniert mein Gehirn unter diesen Bedingungen nur eingeschränkt und mir fiel natürlich keine Auskunftsnummer ein. Also zurück zum Plan vorher und meine Vormierterin angerufen. Die erreichte dann mal wenigstens sowas wie meinen Vermieter und dann war die Ansage alles tun damit es aufhört (als wenn das nicht schon vorher mein Plan gewesen wäre). Also die 11833 angerufen (”Ich brauch nen Klemptnernotdienst in Hamburg”), Nummer bekommen, weiterleiten ging nicht. Also angerufen und mal wieder mit jemanden telefoniert der sich nicht zuständig fühlte. Aus dem die Nummer des Notdienstes rausgeholt, da angerufen, ging keiner ran. Also da ging es mir schon anders (das ich zwischenzeitlich immer noch Schüssel geleert habe ist wohl klar, ich wollte ja nicht das meine Küche komplett unter Wasser steht). Wieder den Typen der nicht zuständig war angerufen und der hat dann seinen Kollegen endlich bekommen. Also war schon mal jemand unterwegs. (Das war so gegen 17h, da lief das Wasser schon über eine dreiviertelstunde aus meiner Decke). Es kommt hilfe… das beruhigt dann etwas. Nächster Gedanke: Hauptanschluss abstellen. Wenn man nur wüsste wo der ist. In den Keller, festgestellt das es da auch aus der Decke tropft (in meinem Bad auch), aber der Hausanschluss weit und breit nicht zu sehen. Weitersuchen. Dann bin ich auf den rettenden Gedanken gekommen in die Metallkästen unten im Flur zu schauen, das Problem war nur das die mit einem viereckigen Ding verschlossen sind und ich keine Zange besitze. Also irgendwas Werkzeugtechnisches gesucht und unter größten Anstrengungen das Ding aufgebrochen. Und siehe da, ein Hauptanschluss. Zugedreht, Wasser im Waschbecken laufen gelassen, wurde weniger also erfolg. Das war dann schon so gegen 17:30. Bis es aufgehört hat aus meiner Decke zu fließen war es dann auch 18h. Der Notdienst kam um 18:30 (!) und konnte ja nur noch feststellen das jetzt kein Wasser mehr läuft. Alles andere morgen. Mein armes Herz. Es topft immer noch aber meine Küche ist jetzt wieder einigermaßen trocken. Was lernen wir daraus? Immer eine Zange haben und immer wissen wo der Hausanschluss ist. Es gibt sowas wie Rohrbrüche. Was gegessen hab ich immer noch nicht. Aber jetzt brauch ich erstmal ein Bier. (Das Foto ist übrigens entstanden nachdem ich das Wasser abgestellt hatte, das lief also vorher noch stärker).