L.C.B.O.
Gestern war, zumindest im 18ten Stock, der heißeste Tag seitdem wir hier sind. Dafür gab es auch wieder jede menge Smog. Ansonsten war der Tag nicht so spektakulär, wir haben einfach nichts gemacht.
L.C.B.O. ist das Liqueur Control Board of Ontario, das die gleichnamigen Geschäfte betreibt. Die haben Gott sei Dank bis 11 p.m. auf, deswegen, und weil Andreas da hin wollte haben wir uns dann gestern kurz vor Ladenschluss auf den Weg dorthin gemacht. Das ist wie ein Supermarkt, nur das es da ausschließlich Alkohol gibt. Alles mögliche, aus aller Herren Ländern, ist so ein wenig wie die Bevölkerung von Toronto. Ich hab dann aber nur ein paar Beck’s gekauft (prost Marius), weil ich eh noch Canadian hatte und das Importbier gar nicht so viel teurerer ist. Außerdem steht da „imported from Germany“ drauf, das trifft ja auch auf mich zu :-). Bei diesem kleinen Trip konnten wir dann auch endlich mal unseren Metropass zu voller Geltung kommen lassen. Zurück auf den Treppen haben wir dann ein wenig mit Colin und Andreas palavert und getrunken und siehe da, die Polizei kam vorbei….
Ich dachte schon jetzt sitzt du in der Tinte und musst Strafe zahlen, aber die beiden Polizisten waren ziemlich freundlich. Die haben nur Colins und Andreas Personalien festgestellt (frei nach dem Motto: die sitzen im freien und trinken, die fressen bestimmt auch kleine Kinder), Ralf der seinen Alkopop, die hier übrigens einigermaßen billig sind, gerade leer hatte haben se nen Spruch gedrückt („der einzige der sich nicht mit nem Drink erwischen lässt“) und mich einfach mal total ignoriert :-(. Dann hat uns der nette Polizist noch erklärt das wir eigentlich nicht gegen das Gesetz verstoßen, weil wir ja quasi da Wohnen und in unserem Wohnsitz dürfen wir ja Alkohol trinken, das das aber trotzdem nicht so toll ist an der Straße zu sitzen und zu trinken. Wo der unterschied zum Fox & Fiddler 200m weiter ist hab ich zwar nicht verstanden, aber ich war nicht so wirklich zum diskutieren aufgelegt.
Als die dann wieder weg waren kam noch so ein unglaublich kommunikativer Jammaikaner vorbei der alles mögliche erzählt hat (ala „das Wetter ist so kalt wie die Leute hier“). Wir haben dann den Tag noch gemütlich ausklingen lassen. Internet ist immer noch keins da und der Router hat sich irgendwie überlegt das Wireless Access ziemlich doof ist und lässt weder mich noch Ralf per funk rein. Es wird Zeit das Madis.Org wieder kommt. Madis heißt übrigens Org mit Nachnamen, was schon ziemlich cool ist.